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Die medikamentöse Therapie des Vorhofflimmerns ist nur eine aktuelle
und kontroverse Diskussion in der Kardiologie

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Thrombusaspiration bei akuter PCI, Antikoagulation,
Stenting ... viele Themen befeuern den aktuellen Diskurs

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Der Kampf gegen die GLOBESITY ist in vollem Gange

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Seuchen-Modellrechnung
Erschossenwerden ist „ansteckend"

Jeden Tag werden in den USA über 200 Menschen Opfer von tödlicher oder nicht tödlicher Waffengewalt. Wie Forscher anhand von Bevölkerungsdaten aus Chicago nun feststellten, breiten sich Waffendelikte seuchengleich innerhalb der Bevölkerung aus. Ein Fall von Waffengewalt steckt quasi andere Menschen an, die dann ebenfalls Opfer von Waffen werden. Wie bei Krankheitsepidemien auch lässt sich das Risiko, erschossen zu werden, so vorhersagen.

Quelle: Green B et al.: Modelling contagion through social networks ... JAMA Intern Med 2017; 177: 326-33

Suizid nach SSRI-Einnahme
Richter und Regulierungsbehörden

Ein 57-jähriger Mann begeht Suizid, nachdem er mit einer SSRI-Therapie begonnen hatte (Paroxetin). In der Fachinformation wird auf dieses Risiko zwar hingewiesen, aber nur bei Kindern und Jugendlichen. Der Hersteller wird in den USA zur Zahlung von 2,75 Mio. Euro verklagt. Sollte in den Fachinformationen jetzt aufgrund des Urteils ergänzt werden, dass auch bei Erwachsenen ein erhöhtes Suizid-Risiko unter Paroxetin besteht?

Quelle: Silverman E: US drug regulators should consider adding adults to SSRI suicide warning, says campaigner. BMJ 2017; 357: j2050

Schweigepflicht versus Sicherheit
Terrorverdächtige Patienten melden?

Die englische Gesundheitsbehörde NHS ist im UK per Gesetz dazu verpflichtet, Personen zu melden, die möglicherweise dem Risiko unterliegen, Terroristen zu werden. Von dieser Meldepflicht sind auch Ärzte und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen betroffen. Das wirft in der täglichen Praxis Fragen auf.

Quelle: Gulland A: Is there any place for counterterrorism in the NHS? BMJ 2017; 357: j1998

Original Pressemitteilung:
Aktuelle Studien zeigen mögliche Nebenwirkungen: Magensäureblocker (PPI) sinnvoll einsetzen

Uetersen/Hamburg – Soll die Freisetzung von Säure in unserem Magen gedrosselt werden, kommen Magensäureblocker (PPI) zum Einsatz. Doch immer zu Recht, also medizinisch sinnvoll? Wie die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie...

Original Pressemitteilung:
Gute Aussichten für Ihren Magen: neuer Flyer für Patienten mit Reizmagen

Eben erschienen: Ein neuer Flyer bietet Menschen mit einem Reizmagen wichtige, praktische Informationen über die Erkrankung. Kostenlos zu bestellen direkt beim Herausgeber, der Nordmark Arzneimittel GmbH & Co. KG.

COPD-Patienten ohne Risikofaktoren
Kein Screening ohne Symptome!

Die „US Preventive Services Task Force“ (USPSTF) veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Empfehlungen zur Vorsorge und zur Früherkennung. Für die COPD war nun eine Überarbeitung der alten Empfehlungen aus 2008 fällig.

Quelle: US Preventive Services Task Force (USPSTF): Screening for chronic obstructive pulmonary disease. JAMA 2017; 315: 1372-7

Phase-2-Daten zu Erenumab bei chronischer Migräne veröffentlicht

Im Fachmagazin Lancet Neurolgy wurde nun eine Phase-2-Studie zum CGRP-Rezeptor-Inhibitor Erenumab veröffentlicht. In die Studie eingeschlossen waren 667 Patienten mit chronischer Migräne und initial etwa 18 Migräne-Tagen pro Monat. Über zwölf Wochen erhielten die Patienten ...

Lokal begrenztes Prostatakarzinom
Operieren, bestrahlen oder abwarten?

Welche Therapiestrategie beim lokal begrenzten Prostatakarzinom am besten ist, hängt neben dem Progressions- und Mortalitätsrisiko auch von der Blasen-, Sexualund Darmfunktion ab. Neue Daten können bei der Therapieentscheidung helfen.

Quelle: Barocas DA et al.: Association between radiation therapy, surgery, or observation for localized prostate cancer and patient-reported outcomes after 3 years. JAMA 2017; 217(11): 1126-40

Inselzelltransplantation
Welche Diabetiker sind geeignet?

Typ-1-Diabetiker benötigen exogenes Insulin, um ihren Stoffwechsel in den Griff zu bekommen. Pankreas- und Inselzelltransplantationen versprechen Heilung mit dem Ziel, kein exogenes Insulin mehr spritzen zu müssen. In Zeiten knapper Spender ist es aber wichtig einzuschätzen, welche Patienten besonders von einer Inselzell-Tx profitieren, denn heutzutage sind nur ca. die Hälfte aller Transplantierten nach fünf Jahren noch „insulinfrei“.

Quelle: Tatum JA et al.: Single-domor islet transplantation in type I diabetes: patient selection ... Diabetes Metab Syndr Obes 2017; 10: 73-8

Autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung (ADPKD)
Wann Tolvaptan starten?

Charakteristisch für die autosomal-dominante polyzystische Nierenerkrankung ( ADPKD) ist die Entstehung und stetige Ausdehnung von Nierenzysten, die zunehmend zum Nierenfunktionsverlust führt. Mit Tolvaptan steht seit etwa zwei Jahren erstmals eine Therapieoption zur Verfügung, die der Krankheitsprogression entgegenwirken kann. Aber wie findet man die richtigen Patienten für diese Therapie?

Quelle: Symposium:„Optimising treatment of ADPKD patients: confidence through experience“, Madrid, 5.6.2017 Veranstalter: Otsuka Tolvaptan: Jinarc® (D, A, CH)

Schnittstelle Hausarzt-Facharzt
Typ-2-Diabetiker erfolgreich auf Injektionstherapie mit GLP-1-Rezeptoragonisten umstellen

Wenn orale Antidiabetika nicht mehr ausreichen, um den Stoffwechsel eines Typ-2-Diabetikers in den Griff zu bekommen, stellt sich die Frage nach einer Injektionstherapie, zum Beispiel mit dem GLP-1-Rezeptoragonisten Dulaglutid. Wie dabei die interkollegiale Abstimmung gelingt, diskutierten die Hausärztin Gisela Schell und der Diabetologe Dr. Gerd Nitzsche aus Offenbach auf einer Veranstaltung von Lilly.

Quelle: Fachpressekonfernz:„Die Rolle des Hausarztes in der interdisziplinären Behandlung des Diabetes – mehr als nur Tabletten?“, Frankfurt, 28.6.2017, Veranstalter: Lilly Dulaglutid: Trulicity® (D, CH)

ICD-Therapie bei Herzinsuffizienz
Home-Monitoring reduziert Mortalität

Nicht immer gelang es bisher, für Telemonitoring-Technologien einen klinischen Benefit für Patienten in Studien nachzuweisen. Das galt auch für das Remote-Monitoring bei Patienten, die einen ICD implantiert bekommen hatten (ICD = implantierbarer Kardioverter-Defibrillator). Jetzt wurde jedoch in der TRUECOIN-Metaanalyse klar gezeigt, dass das Remote-Monitoring-System von BIOTRONIK die Gesamtmortalität von ICD-Patienten reduzieren kann – dabei kommt es aber auf die Details der Implementierung an.

Quelle: Symposium: „CRT in 2017 – Remaining Challenges and New Opportunities in Heart Failure“, Wien, 19.7.2017, im Rahmen des EHRA Cardiostim 2017, Veranstalter: Biotronik BIOTRONIK Home Monitoring®

Häufig übersehene Schmerzursache
Hypermobile Gelenke können viele Probleme machen

10 bis 20% aller Menschen – vor allem Frauen – haben überdurchschnittlich flexible Gelenke. In manchen Fällen kann dies für chronische Schmerzen, Erschöpfung und andere Symptome verantwortlich sein. Mit einigen „gelenkschonenden“ Maßnahmen kann man die Beschwerden in Schach halten.

Quelle: Kumar B, Lenert P: Joint hypermobility syndrome: recognizing a comminly overlooked cause of chronic pain. Am J Med 2017; 130(6): 640-7

Molekulare Krebstherapien auf dem Vormarsch
Neue Chancen, aber auch neue Risiken

Immer tiefere Einsichten in die Genetik und die molekulare Pathophysiologie von Malignomen haben vielfältige Formen von „targeted therapy“ und vielversprechende Ansätze zur Immuntherapie von Krebs generiert. Bei diesen neuen Therapiestrategien sind die Effekte heute aber selten in ihrem ganzen Umfang überschaubar – man muss auch mit neuartigen Nebenwirkungen rechnen.

Quelle: Kroschinsky F et al.: New drugs, new toxicities: severe side effects of modern targeted and immunotherapy of cancer and their management. Crit Care 2017; 21: 89

Diabetiker mit Herzinsuffizienz
Das kardiovaskuläre Risiko mit den richtigen Medikamenten in Schach halten

Die Prävalenz der Herzinsuffizienz ist bei Diabetikern sehr hoch, die Prognosen dabei relativ schlecht. Therapiert wird die Herzinsuffizienz bei diabetischen Patienten im Prinzip wie bei anderen Patienten auch. Bei der Wahl der Antidiabetikums gibt es allerdingd einiges zu beachten.

Quelle: Lehrke M, Marx N: Diabetes mellitus and heart failure. Am J Med 2017; 130(6S): S40-S50

Häusliche nichtinvasive Beatmung (NIV) nach COPD-Exazerbation
Weniger Krankenhauseinweisungen und geringere Mortalität mit NIV

Exazerbationen, also akute Verschlechterungen der Lungenfunktion mit Beschwerdezunahme, können nicht nur die Lebensqualität von Patienten mit COPD stark beeinträchtigen – sie führen auch häufig zur Hospitalisierung und verschlechtern die Prognose des Patienten quoad vitam. Eine chronische Hyperkapnie ist dabei ein Risikofaktor für Mortalität, weshalb das Therapiekonzept der häuslichen nichtinvasiven Beatmung (NIV) in diesen Situationen erwogen werden sollte. Hierbei erhält der Patient – meistens nur zur Nacht – Raumluft (ggf. mit O2 angereichert) über eine Maske mit Druckunterstützung. Nun wurde in einer großen randomisierten Studie (HOT-HMV) an Patienten mit zurückliegender Exazerbation und Hyperkapnie untersucht, welche Effekte eine NIV im Vergleich zur Langzeitsauerstofftherapie (O2-Insufflation über Nasenkanüle) hat. Die Ergebnisse konnten den Wert der NIV bei diesen Patienten zweifelsfrei belegen.

Quelle: Murphy PB et al.: Effect of home noninvasive ventilation with oxygen therapy vs oxygen therapy alone on hospital readmission or death after an acute COPD exacerbation: a randomized clinical trial. JAMA 2017; Epub May 21: 10.1001/jama.2017.4451

Preisverleihung des SilverStar Förderpreis 2017

Im Rahmen des diesjährigen Diabetes-Kongresses in Hamburg wurde am 24. Mai zum sechsten Mal der SilverStar Förderpreis der Berlin-Chemie AG verliehen. Mit dem Förderpreis werden herausragende Projekte für ältere Menschen mit Diabetes gewürdigt.

Der diesjährige ...

Typ-2-Diabetes umkehren
Kinder auf Radikaldiät

Entsteht ein Typ-2-Diabetes im Kindes- und Jugendalter, kann ein „schnelles und hartes Eingreifen“ den progredienten Erkrankungsprozess umkehren. Das zeigte eine Studie aus Australien, in der man acht diabetische Kinder auf eine radikale Diät setzte.

Quelle: Gow RL et al.: Reversal of type 2 diabetes in youth who adhere to a very-low-energy diet: a pilot study. Diabetologia 2017; 60(3): 406-15

Probleme mit der Nomenklatur
Nicht „RAD", sondern „Asthma"

Nicht selten wird bei Kleinkindern mit Atemgeräuschen die Diagnose einer reaktiven Atemwegserkrankung gestellt. Dabei beschreibt dieser Begriff lediglich ein Asthma- Symptom und nicht eine eigenständige Erkrankung. Experten rufen daher dazu auf, die unnötige Bezeichnung aus dem medizinischen Jargon zu streichen.

Quelle: Douglas LC, Feder KJ: RAD: reactive airways disease or really ... Pediatrics 2017; 139(1): e20160625

Unterschätztes Frakturrisiko
Langzeitdiabetiker besonders gefährdet

Typ-2-Diabetes erhöht unabhängig von der Knochendichte das Risiko für osteoporotische und Hüftfrakturen. Wird das Frakturrisiko von Diabetikern mittels FRAX-Tool evaluiert, wird es bekanntermaßen unterschätzt. Besonders trifft dies auf Langzeitdiabetiker zu.

Quelle: Majumdar SR et al.: Longer duration of diabetes strongly impacts fracture risk assessment: the manitoba BMD cohort. J Clin Endocrinol Metab 2016; 101(11): 4489-96

Darmflora und Diabetes
Fördert Antibiose bei Kindern Typ-1-Diabetes?

Eine gestörte Darmflora gilt als möglicher Auslöser von Typ-1-Diabetes bei Kindern mit genetischer Prädisposition. Da die Darmflora von Kleinkindern noch sehr sensibel auf Störungen reagiert, könnten Antibiosen in diesem Alter das Risiko eines Diabetes erhöhen. Eine dänische Arbeitsgruppe hat nachgeforscht.

Quelle: Mikkelsen KH et al.: Use of antibiotics in childhood and risk ... Diabet Med 2017; 34(2): 272-7

Patienten-Rekrutierung
Nicht-obstruktive KHK (CAD) bei Frauen

Diese Studie könnte etwas für Ihre Patienten sein, denn aktuell werden noch Teilnehmer in Deutschland gesucht.

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