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Die medikamentöse Therapie des Vorhofflimmerns ist nur eine aktuelle
und kontroverse Diskussion in der Kardiologie

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Thrombusaspiration bei akuter PCI, Antikoagulation,
Stenting ... viele Themen befeuern den aktuellen Diskurs

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Künstliche Intelligenz in der Medizin
Computer als Kollegen

Dank künstlicher Intelligenz (artificial intelligence, AI) besitzen moderne Computer-gestützte Diagnostiksysteme die Fähigkeit, selbstständig dazuzulernen. Mit jedem Bild oder Datenpunkt werden sie schneller und genauer. Ärzte ersetzen können AI-Systeme deswegen noch lange nicht, in Zukunft aber vielleicht eine wertvolle Stütze werden.

Quelle: Quer G et al.: Digital medicine – Augmenting diagnostic vision with AI. Lancet 2017; 390: 221

Hypoglykämie in der Notaufnahme
Das geht noch besser!

Hypoglykämien sind in der Notaufnahme heutzutage kein seltenes Bild. Sie zu managen ist oft schwierig, da es keine etablierten Leitlinien dafür gibt. Oft sind mehrere Maßnahmen zur Blutzucker-Stabilisierung und mehrfache Nachkontrollen nötig. An einem Krankenhaus in den USA prüfte man nun, wie gut Ärzte in der Notaufnahme Hypoglykämie- Patienten im Griff hatte. Das Ergebnis war ... verbesserungswürdig.

Quelle: Bilhimer MH et al.: Current practice of hypoglycemia management in the ED. Am J Emerg Med 2017; 35: 87-91

Kinder mit Diabetes
„Früher Typ 2" schlimmer als „früher Typ 1"

Kinder und Jugendliche mit Diabetes sollte man besonders engmaschig überwachen und bereits früh das Auftreten von Komplikationen im Blick behalten. Darauf weisen die erschreckenden Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie hin.

Quelle: Dabelea D et al.: Association of type 1 diabetes vs type 2 diabetes diagnosed during childhood and adolescence with complications during ... JAMA 2017; 317(8): 825-35

Original Pressemitteilung:
Reizmagen: ein roter Faden fehlt!

Das Reizmagensyndrom ist eine häufige Diagnose in der Haus- und Allgemeinarztpraxis. Doch bei der Therapie gibt es viele Defizite, wie auch eine aktuelle Umfrage zeigt. Bewährte Alternativen wie Verdauungsenzyme rücken deshalb wieder ...

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend 2017: Urologen ehren Astellas Pharma für Innovation und Nachhaltigkeit

In der Urologie gehört Astellas zu den weltweit führenden Unternehmen. Seine innovative Produktpalette für die Urologie würdigten die Fachärzte in diesem Jahr erneut mit dem Award der „Goldenen Tablette“. Die ...

Sieg für den Tierschutz in den USA
Lebend-Sektion von Tieren abgeschafft

Seit Mai 2016 bietet das Krankenhaus der John Hopkins Universität kein chirurgisches Praktikum mehr am lebenden Tier. Einige Wochen später folgte als letzte Institution der USA das University of Tennessee College of Medicine. Für den Tierschutz ist das gut – den Studenten geht damit aber eine wertvolle Erfahrung verloren.

Quelle: Simkin DJ: The death of animals in medical school. N Engl J Med 2017; 376(8): 713-15

Neutrophilenzahl
Sie verrät das kardiovaskuläre Risiko

Wie die Neutrophilenzahl mit dem Risiko für die wichtigsten kardiovaskulären Erkrankungen zusammenhängt, untersuchten Forscher anhand Daten einer großen nationalrepräsentativen Gesundheitsdatenbank aus England.

Quelle: Shah AD et al.: Neutrophil counts and initial presentation of 12 cardiovascular diseases. J Am Coll Cardiol 2017; 69: 1160-9

Herzinsuffizienz
Rehospitalisierung nach Klinikentlassung

Bei rund 70% der aufgrund einer Herzinsuffizienz stationär behandelten US-Patienten wird innerhalb eines Monats nach der Klinikentlassung ein weiterer Krankenhausaufenthalt notwendig. Forscher aus Portland und Saint Louis haben die Ursachen dieser Problematik analysiert.

Quelle: Davis JD et al.: All-Payer analysis of heart failure hospitalization 30-day readmission: Comorbidities matter. Am J Med 2017; 130: 93.e9-93.e28

Krebsrisiko vorbeugen
Wie effektiv sind Vitamin D und Kalzium?

Schützt Vitamin D vor Krebs? Einige Studien scheinen dies zu bestätigen, andere sprechen gegen eine präventive Wirkung. US-amerikanische Forscher haben diese Fragestellung randomisiert untersucht.

Quelle: Lappe J et al.: Effect of Vitamin D and Calcium Supplementation on cancer incidence in older women. JAMA 2017; 317: 1234-43

Empfehlungen zur KHK-Medikation in Zweifel gezogen
RAS-Inhibitoren sind kein Allheilmittel

RAS-Inhibitoren sind kein Allheilmittel Inhibitoren des Renin-Angiotensin-Systems (RAS), also ACE-Hemmer und AT1-Blocker (Sartane) gelten als präventiv wirksam gegen kardiovaskuläre Ereignisse, vor allem bei Patienten mit KHK. Diese Einschätzung geht hauptsächlich auf ältere Studien zurück. Es scheint, dass ihr Nutzen zu Unrecht verallgemeinert wurde.

Quelle: Bangalore S et al.: Renin angiotensin inhibitors for patients with stable coronary artery disease without heart failure: systematic review and meta-analysis of randomized trials. BMJ 2017; 356: j4

Koronarinsuffizienz
Statine hoch dosieren lohnt sich

Im Jahr 2013 hat eine amerikanische „Task Force on Practice Guidelines“ Empfehlungen für den Einsatz von Statinen zur Lipidsenkung herausgegeben, die heftigen Widerhall auslösten. Vielfach empfand man sie als zu „streng“.

Quelle: Laing ST: High-intensity statins. Guideline expectations and clinical application. JAMA 2017; 317: 2543-4

Analgesie bei kardialem Risiko
Selektives NSAR (etwas) sicherer

Gastrointestinale Blutungen sind in den USA der häufigste Anlass für Klinikeinweisungen mit gastrointestinaler Indikation. Das Risiko dafür ist besonders hoch, wenn ASS und ein NSAR kombiniert werden.

Quelle: Chan FKL et al.: Gastrointestinal safety of celecoxib versus naproxen in patients with cardiothrombotic diseases .... Lancet 2017; 389: 2375-82

Therapeutische Unsicherheiten
Tonsillektomie bei Erwachsenen?

Es existieren drei mögliche Vorgehensweisen bei erwachsenen Patienten mit Tonsillitis: konservativ (=abwarten und beobachten), Antibiose oder Tonsillektomie. Doch wann sollte man Erwachsenen wirklich zur Tonsillektomie raten?

Quelle: Powell J et al.: Is tonsillectomy recommended in adults with recurrent tonsillitis? BMJ 2017; 357: j1450

Koronarinsuffizienz
Noch eine Statin-Richtlinie

Nach den US-Guidelines Empfehlungen für den Einsatz von Statinen von 2013 (ACC, AHA) gab eine US Preventive Services Task Force (USPSTF) 2016 weitere Ratschläge heraus, die theoretisch zur primärpräventiven Statin-Gabe bei weniger Patienten führen.

Quelle: Pagidipati NJ et al.: Comparison of recommended eligibility for primary prevention statin therapy based on the US Preventive Services Task Force Recommendations .... JAMA 2017; 317: 1563-7

Langzeit-DAT bei Stent-Patienten
Mehr Ischämien als Blutungen

Bei Patienten mit Koronarstent ist die duale Plättchenhemmung (DAT) über zwölf Monate Standard, um eine Stentthrombose und ein ischämisches Rezidiv zu verhindern. Welche Nutzen-Risiko-Relation besteht bei längerer DAT-Gabe?

Quelle: Levine GN: Balancing ischemic and bleeding risks of prolonged dual antiplateled therapy, JAMA Cardiol 2017; 2: 478-87

Todesursachenabklärung
CT statt Autopsie?

Der bisherige Goldstandard für die Feststellung der eigentlichen Todesursache ist die Autopsie. Doch ein postmortales CT mit Darstellung der Koronararterien besitzt nach den Ergebnissen einer vergleichenden Studie eine durchaus vergleichbare Aussagekraft.

Quelle: Rutty GN et al.: Diagnostic accuracy of post-mortem CT with targeted coronary angiography versus autopsy for ... Lancet 2017; 390: 145-54

Sterben
CAREFuL verbessert die Betreuung

Mehr als die Hälfte alter Menschen verstirbt im Krankenhaus. Die Betreuung dort ist nicht immer optimal. Mit einem strukturierten Programm (Care Programme for the Last Days of Life: CAREFuL) lassen sich die Rahmenbedingungen verbessern.

Quelle: Beernaert K et al.: Improving comfort around dying in elderly people: a cluster randomised controlled trial. Lancet 2017; 390: 125-34. doi:org/10.1016/S10140- 6736(17)1265-5

Methadon- oder Buprenorphin-Substitutionstherapie
Deutliche Reduktion der Mortalitätsraten

In einer Metaanalyse wurden bei Menschen mit Opioidabhängigkeit die Mortalitätsraten während und nach einer Substitutionstherapie mit Methadon oder Buprenorphin untersucht. Außerdem sollten die jeweiligen Risikotrends aufgezeigt werden.

Quelle: Sordo L et al.: Mortality risk during and after opioid substitution treatment: systematic review and meta- analysis of cohort studies. BMJ 2017; 357: j1550, doi: 10.1136/bmj.j1550

Atherosklerose-Risiko
Gen als Ansatz für Lipidsenkung

Funktionslose Varianten des Gens ANGPTL3 (angiopoietin-like 3 gene) sind mit einer Erniedrigung von Triglyzeriden und Cholesterinfraktionen assoziiert. Ungeklärt war bisher, ob solche Varianten oder ein therapeutischer Antagonismus des Genprodukts ANGPTL3 mit einer Verminderung des Atherosklerose-Risikos einhergehen.

Quelle: Dewey FE et al.: Genetic and pharmacologic inactivation of ANGPTL3 and cardiovascular disease. N Engl J Med 2017; 377: 211-21

Schmerzen der Hand
Phänotypisierung und Prognose

Häufigste Ursache von Handproblemen bei älteren Menschen ist die Osteoarthrose (OA). In einer Kohortenstudie sollten Untergruppen von Erwachsenen im Alter ≥50 Jahren mit unterschiedlichen Phänotypen von Handschmerzen und -funktion identifiziert werden. Dokumentiert wurde, wie sich diese über sechs Jahre ändern können.

Quelle: Green DJ et al.: Development of hand phenotypes and changes in hand pain and problems over time in older people. PAIN 2016; 157: 569-76

10-Minuten-Konsultation: Hörverlust beim Kleinkind
Sekretorische Otitis media, Cholesteatom oder doch perforiertes Trommelfell?

Der Fall: Eine Mutter kommt mit einem dreijährigen Kind in Ihre Praxis, die sich Sorgen um sein Gehör macht. Das Kind spreche weniger als andere in seinem Alter, es reagiere nicht immer sofort auf Ansprache. Wie gehen Sie als praktischer Arzt vor, wann sollten Sie an einen Pädiater oder HNO-Arzt überweisen?

Quelle: Nieto H et al.: 10-minutes consultation: Paediatric hearing loss. BMJ 2017; 356: j803

Nicht-MRT-taugliche Herzschrittmacher
Mit 0,5 Tesla ist eine Untersuchung durchaus zu erwägen

Ein implantierter Herzschrittmacher (SM) oder ein Kardioverter-Defibrillator- (ICD)-System galt lange als absolute Kontraindikation für die Durchführung einer Kernspintomographie (MRT). Die inzwischen auch von der FDA zugelassenen MRT-tauglichen Systeme bieten eine Alternative – doch wie soll mit den acht Millionen Menschen weltweit verfahren werden, die noch mit konventionellen Systemen versorgt sind?

Quelle: Russo RJ et al.: Assessing the risks associated with MRI in patients with a pacemaker or defibrillator. N Engl J Med 2017; 376: 755-64

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