Osteoporose

Osteoporose bei rA
Vitamin D + Kalzium für alle Rheumatiker?

Rheumatoide Arthritis (rA) geht häufig mit Osteoporose einher – verursacht durch die Krankheit selbst sowie durch den Gebrauch von Glukokortikoiden. Die Knochenmineraldichte ändert sich dabei zwar langsam, doch langfristig ist das Osteoporose-Risiko sehr hoch.

Quelle: Peng J et al.: Bone mineral density in patients with ... J Clin Rheum 2016; 22(2): 71-4

Postmenopausale Frakturen
Welche Prophylaxe bringt am meisten?

Zur Vorbeugung von Frakturen bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose stehen verschiedene Pharmaka zur Verfügung. Es mangelt allerdings an Head-to-head-Vergleichen zwischen diesen Optionen.

Quelle: Zhang L et al.: Indirect comparison of teriparatide, denosumab, and oral bisphosphonates for the prevention ... Menopause 2015; 22: 1021-25

Osteoporose-Management
Hohe Über- und Untertherapie durch uneinheitliche Leitlinien?

In einer kürzlich durchgeführten Untersuchung in 15 entwickelten Ländern stellte sich heraus, dass Spanien das Land mit dem höchsten Verbrauch an antiosteoporotischen Arzneimitteln ist. Die Autoren gingen daher der Frage der Über- oder Untertherapie nach.

Quelle: Sanfelix-Gimeno G et al.: Overuse and Underuse of Antiosteoporotic Treatments According to Highly Influential Osteoporosis Guidelines: A Population- Based Cross-Sectional Study in Spain. PLoS ONE 2016; 10 (8): e0135475

Osteocalcin in der Jugend
Osteoporose-Prognose

Eine geringe Knochenmineraldichte (bone mineral density, BMD) trägt maßgeblich zu einem erhöhten Osteoporoserisiko bei. Wie hoch die BMD im Alter von 65 ausfällt, hängt dabei zu 50% von der maximalen Knochendichte am Ende der Pubertät ab. Wie sich diese entwickelt, lässt sich am Osteocalcin-Spiegel vorhersagen.

Quelle: Darelid A et al.: Bone turnover markers predict bone mass ... J Clin Endocrinol Metabol 2015; 100(4): 1460-8

Thiazolidindione
Grund für Knochenschwund

Thiazolidindione (TZD) erhöhen das Risiko für Knochenfrakturen um das 1,5- bis 2-fache. Die genauen Ursachen dafür sind bisher unbekannt.

Quelle: Billington EO et al.: The effect of thiazolidinediones ... Diabetologia 2015; 58: 2238-46

Postmenopause
Mundtrockenheit und Osteoporose-Risiko

Hitzewallungen und Scheidentrockenheit sind Symptome der Postmenopause. Aber auch über Probleme mit Mundtrockenheit wird postmenopausal geklagt. Kalzium und Parathormon (PTH) spielen bei der Salivation eine wichtige Rolle, was eine Verbindung zu einer weiteren Erkrankung der älteren Frau herstellt: der Osteoporose.

Quelle: Singh B et al.: Evaluation of serum calcium and serum parathyroid levels in post-menopausal women with and without oral dryness. Gerodontology 2014; Epub Sept 15; doi 10.1111/ger.12148

Antiandrogentherapie und Knochengesundheit
Mehr Kontrollen, mehr Prophylaxe!

Wenn Patienten zur Therapie eines Pros tatakarzinoms eine Medikation zur Androgen- Deprivation erhalten, steigt ihr Risiko für eine Osteoporose. Daraus sollte man Konsequenzen ziehen.

Quelle: Holt A et al.: Utilization of bone densitometry for prediction ... Cancer Manage Res 2015; 7: 13-8

2015 ASCO Annual Meeting, Chicago
Checkpoint-Blockade – nicht nur beim Melanom erfolgreich

Rund 35 000 Teilnehmer kamen zur ASCO-Tagung im dieses Mal stürmischen und kalten Chicago zusammen. Damit bleibt der ASCO der weltweit größte medizinische Kongress. Wie bereits 2014 war die Immunonkologie wiederum ein Hauptthema der Tagung.

Schlechter als gedacht
Milch ist gesund? Alles Käse!

Drei bis vier Gläser Milch am Tag sollen helfen, Osteoporose und Frakturen vorzubeugen. Neue Daten zeigen das Gegenteil.

Quelle: Michaëlsson K et al.: Milk intake and risk of mortality and fractures in women and men: cohort studies. BMJ 2014; 349: g60153

Schwache Knochen beim starken Geschlecht
Welche Therapie hat wirklich Evidenz?

Die medikamentösen Therapieoptionen bei Osteoporose sind für Männer theoretisch genauso umfangreich wie für Frauen – nur Studiendaten gibt es viel weniger. Die Autoren geben einen Überblick und konkrete Handlungsempfehlungen.

Quelle: Giusti A, Bianchi G: Treatment of primary osteo - porosis in men. Clin Interv Aging 2015; 10: 105-15

Primäre und sekundäre Osteoporose beim Mann
Antikörpertherapie stärkt den Knochen

Auch bei Männern gibt es Osteoporose, und das gar nicht so selten. Im Praxisalltag gilt es vor allem, daran zu denken, die richtigen Fragen zu stellen und ... an die Lebenssituation angepasst zu therapieren!

Quelle:  

 

Orale Arthrose-Medikation
Verkanntes Potenzial?

Chondroitin- und Glucosaminsulfat können nicht nur Symptome der Arthrose lindern, sondern auch auf die Gelenkstruktur wirken. Trotz Evidenz gibt es Zweifler.

Quelle: Henrotin Y et al.: What is the current status of chondroitin sulfate and glucosamine for the treatment of knee osteoarthritis? Maturitas 2014; 78(3): 184-7

Therapie-Optionen
Die Osteoporose bei Männern angehen

Für Männer mit verminderter Knochendichte und erhöhtem Frak­turrisiko steht jetzt eine eine neue, hocheffektive Therapieoption zur Verfügung: der RANKL-Inhibitor Prolia® (Denosumab). Wie auf der Launch-Pressekonferenz zu hören war, liegen die Ergebnisse der ...

Screening
Keine Vorbehalte

Jedes Screening ist nur so gut wie die Teilnahmerate. In Odense, Dänemark, fühlte man Frauen diesbezüglich auf den Zahn.

 

Quelle: Rothmann MJ et al.: Women’s perspectives and experiences on screening for osteoporosis (Risk-stratified Osteoporosis Strategy Evaluation, ROSE). Arch Osteoporos 2014 9(1): 192 (Epub)

 

Osteoporose – Drei-Säulen-Prinzip

Osteoporose zählt zu den zehn häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Prävention und Therapie der Osteoporose stehen auf drei Säulen: Bewegung, Ernährung und Medikamente.

Training
Stürze vermeiden

Wer brüchige Knochen hat, sollte nicht stürzen. Mit körperlichen Übungen kann man etwas gegen das Risiko tun.

 

Quelle: Halvarsson A et al.: Balance training with multi-task exercises improves fall-related self-efficacy, gait, balance performance and physical function in older adults with osteoporosis: a randomized controlled trial. Clin Rehabil 2014 Aug 20 (Epub)

 

Neuer Präventionsansatz
Sclerostin-Hemmungen bei Osteoporose

Die Frakturprävention bei Osteoporose von Frauen ist etabliert. Antiresorptive Medikation hemmt den Verlust an Knochenmasse, repariert aber nicht die Mikroarchitektur.

 

Quelle: McClung MR et al.: Romosozumab in postmenopausal women with low bone mineral density. N Engl J Med 370 (2014) 412-420

Präventionsnutzen unklar
Wenn Männer schwache Knochen haben

Die meisten Daten zur Frakturprävention bei Osteoporose stammen aus Studien mit Frauen. Aber auch Männer können eine Osteoporose bekommen. Was man bei ihnen tun sollte, ist umstritten.

 

Quelle: Ensrud KE et al.: Implications of expanding indications for drug treatment to prevent fracture in older men in United States: cross sectional and longitudinal analysis of prospective cohort study. BMJ 349 (2014) 13

 

Viel zu wenige Daten zum Verlauf
Wirbel-Kompressionsfrakturen:Wie sieht die Schmerzkurve aus?
Ein Professor für interventionelle Neuroradiologie und zwei weitere Ärzte des St. Elisabeth Ziekenhuis, Tilburg, Niederlande, wollten wissen, wie es konservativ behandelten Patienten mit Rückenschmerz und Wirbelfraktur ergeht. Nach drei Monaten ohne viel Besserung erscheint es angebracht, eine Vertebroplastie zu erwägen.
Venmans A et al.: Pain course in conservatively treated patients with back pain and a VCF on the spine radiograph (VERTOS III), Zeitschrift: SKELETAL RADIOLOGY, Ausgabe 43 (2014), Seiten: 13-18
Gelenkersatz und Herz
Die Prothese verbessert die Prognose
Zu geringe körperliche Aktivität stellt einen Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen dar. Von den Senioren über 65 sitzen rund 40% zu viel rum.
Ravi B et al.: The relation between total joint arthroplasty and risk for serious cardiovascular events in patients with moderate-severe osteoarthritis: propensity score matched landmark analysis., Zeitschrift: BRITISH MEDICAL JOURNAL, Ausgabe (2013)
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