Kardiovaskuläres Risiko
Tai Chi senkt Entzündungsmarker

Frauen tragen allgemein ein höheres kardiovaskuläres Risiko als Männer. Neben Arteriosklerose tragen verschiedene physische und psychische Faktoren dazu bei. Stress, Erschöpfung und einige weitere Risikofaktoren lassen sich einer aktuellen Studie zufolge durch Tai Chi reduzieren.

Quelle: Robins JL et al.: The effects of Tai Chi on ... Am J Health Promot 2016; 30(8): 613-22

Diabetiker mit Herzinsuffizienz
Das kardiovaskuläre Risiko mit den richtigen Medikamenten in Schach halten

Die Prävalenz der Herzinsuffizienz ist bei Diabetikern sehr hoch, die Prognosen dabei relativ schlecht. Therapiert wird die Herzinsuffizienz bei diabetischen Patienten im Prinzip wie bei anderen Patienten auch. Bei der Wahl der Antidiabetikums gibt es allerdingd einiges zu beachten.

Quelle: Lehrke M, Marx N: Diabetes mellitus and heart failure. Am J Med 2017; 130(6S): S40-S50

Unerwartet hohe Inzidenz
Mitralinsuffizienz bei Diabetikern

Sollten alle Typ-2-Diabetiker ein Herzecho erhalten? Diese Frage scheint in Anbetracht der aktuellen Ergebnisse einer Studie aus Verona, Italien, durchaus angebracht. Denn die Ergebnisse belegten, dass zum einen die Inzidenz der Mitralinsuffizienz unerwartet hoch war, und dass zum anderen auch bereits eine leichte Mitralinsuffizienz die Mortalität unabhängig von anderen Risikofaktoren deutlich erhöhte.

Quelle: Rossi A et al.: Mitral regurgitation and increased risk of all-cause and cardiovascular mortality in patients ... Am J Med 2017; 130: 70-6

Neue Empfehlungen der Kölner Konsensus-Konferenz
Frühe Kombinationstherapie bei PAH

Im Rahmen der Kölner Konsenus-Konferenz (KKK) 2017 diskutierten Experten die aktuellen europäischen Leitlinien zur Therapie der pulmonalen bzw. pulmonalarteriellen Hypertonie (PAH) in Deutschland. Der Fokus lag dabei auf der Risikostratifizierung und neuen Therapiealgorithmen.

Quelle: Symposium: „Neuorientierung in der P(A)H“, Mannheim, 20.4.2017, Veranstalter: Actelion
Macitentan: Opsumit®, Selexipag: Uptravi®  

 

83. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie
TAVI bei mittlerem Risiko – Stent oder Bypass – Impeller-Pumpe

Die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) bietet alljährlich einen umfassenden Überblick über die aktuellen Entwicklungen in diesem Fachgebiet, wobei das Themenspektrum von der Prävention über technische und medikamentöse Innovationen bis hin zur Rehabilitation reicht. Zahlreiche Neuigkeiten gab es aus medizintechnischer Sicht zum Beispiel zur Transkatheter-Aortenklappe und zu neuen Herzunterstützungssystemen.

Medikamentöse Therapie bei KHK
Koronar-Plaques können sich zurückbilden

Ein Patient mit stabiler KHK stellte sich vier Jahre nach der Erstdiagnose einer schweren koronaren Stenose erneut mit Brustschmerzen vor. In der Bildgebung konnten die Ärzte aber „kardiale Entwarnung“ geben, denn die von ihnen angesetzte Therapie hatte die Stenose deutlich zurückgebildet.

Quelle: Keraliya A, Blankstein R: Regression of coronary atherosclerosis with medical therapy. N Engl J Med 2017; 376: 1370

Koronare Herzkrankheit
Tödlicher Jojo-Effekt

Gewichtsreduktion ist eine elementare Maßnahme im Kampf gegen kardiovaskuläre Erkrankungen. Häufig halten die Abnehmerfolge jedoch nicht lange, und der „Jojo-Effekt“ stellt sich ein. Dieser kann das kardiovaskuläre Risiko erhöhen, was bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) besonders folgenreich sein kann.

Quelle: Bangalore S et al.: Body-weight fluctuations and outcomes ... N Engl J Med 2017; 376(14): 1332-40

Thromboseprophylaxe bei Vorhofflimmern
Zu selten antikoaguliert

Vorhofflimmern (VHF) erhöht das Risiko für Schlaganfälle um das Vier- bis Fünffache. Durch die Gabe von Vitamin-K-Antagonisten (VKA) oder direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) lässt sich dieses Risiko verringern, wie es auch in den aktuellen Leitlinien empfohlen wird. Neuen Daten zufolge werden viele gefährdete Patienten jedoch nicht ausreichend oder gar nicht therapiert – mit ernsten Folgen.

Quelle: Xian Y et al.: Association of preceding antithrombotic treatment with acute ischemic stroke severity and in-hospital outcomes among patients with atrial fibrillation. JAMA 2017; 317(10): 1057-67

US-amerikanischer Kardiologenkongress ACC 2017
KHK bei Jüngeren, PCI bei Älteren, ... und zwei Outcome-Marker

Ende März 2017 fand der Jahreskongress der US-amerikanischen Kardiologen in Washington D.C., USA, statt. Über 2500 Abstracts wurden als Vortrag, Poster oder in moderierten Postersessions präsentiert. „Die internationale Aufgabe der Kardiologenvereinigung ACC besteht darin“, so der letzte Kongresspräsident Dr. Richard A. Chazal, Florida, „die Last kardiovaskulärer Erkrankungen weltweit zu reduzieren.“ Um diese Mission zu unterstützen, haben wir hier einige aktuelle und praxisrelevante Informationen vom ACC 2017 zum Thema „akute und stabile KHK“ für Sie zusammengefasst.

Aufklärung im sechsten Jahr
„Rote Karte dem Schlaganfall"

Im März 2012 startete die von Bayer initiierte bundesweite Aufklärungskampagne „Rote Karte dem Schlaganfall“ – sie befindet sich mittlerweile im sechsten Jahr. Auch dieses Jahr stehen wieder zahlreiche Aktionen auf der Tagesordnung, um Patienten über die Risiken von Schlaganfällen zu informieren.

 

Quelle: Fachpressekonferenz
„Am Ball bleiben bei Vorhofflimmern mit ‚Rote Karte dem Schlaganfall‘ – die von Bayer initiierte Aufklärungskampagne startet ins sechste Jahr“, Leverkusen, 8.3.2017, Veranstalter: Bayer
Rivaroxaban: Xarelto® (D, A, CH)

 

Chronische Niereninsuffizienz
Mehr Na-Ausscheidung, mehr KHK-Risiko

Patienten mit einer chronischen Niereninsuffizienz haben ein deutlich erhöhtes Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis. Nach einer neuen Studie ist eine vermehrte Natrium-Aufnahme ein zusätzlicher Risikofaktor.

Quelle: Mills KT et al.: Sodium excretion and the risk ... JAMA 2016; 315(20): 2200-10

Aortenklappen-Ersatz
Transkatheter-Methode auf dem Prüfstand

Bei hochgradiger Aortenstenose steht seit kurzem als Alternative zum klassischen chirurgischen Klappenersatz eine weniger invasive Methode zur Verfügung: transcatheter aortic-valve replacement (TAVR). Ist sie für jeden Patienten geeignet?

Quelle: Leon MB et al.: Transcatheter or surgical aortic-valve replacement ... N Engl J Med 2016; 374: 1609-20

Koronarinsuffizienz
Was für ein Stent soll es sein?

Die perkutane Koronar-Intervention (PCI) mit Einsetzen eines Stents gehört heute zu den häufigsten Eingriffen in der Medizin. Dabei konkurrieren immer noch baremetal stents (BMS) und verschiedene drug-eluting stents (DES).

Quelle: Bønaa KH et al.: Drug-eluting or bare-metal stents for coronary artery disease. N Engl J Med 2016; 375: 1242-52

Herzinsuffizienz
Was tun bei normaler Ejektionsfraktion?

Im Gegensatz zur Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) ist bei einer Herzinsuffizienz mit normaler Ejektionsfraktion (heart failure with preserved ejection fraction, HFpEF) die ventrikuläre Kontraktilität kaum oder gar nicht reduziert. Was es in diesem Fall zu tun gilt, fasst eine aktuelle Studie zusammen.

Quelle: Rutten FH et al.: How big a problem is heart failure with a normal ejection fraction? BMJ 2016; 352: i1706

ß-Blocker bei Herzinsuffizienz
Nicht Zögern bei Frauen und Älteren!

b-Blocker gehören zu den wichtigsten Therapeutika bei Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF). Für die Wirksamkeit und Sicherheit bei älteren Patienten und Frauen gibt es allerdings wenig Evidenz. Viele Ärzte verschreiben b-Blocker diesen Patienten daher nur zögerlich. Eine aktuelle Metaanalyse schließt die Datenlücke und räumt etwaige Bedenken aus.

Quelle: Kotecha D et al.: Effect of age and sex on efficacy and tolerability of b-blockers in patients with heart failure with reduced ejection fraction: ... BMJ 2016; 353: i855

Rezidivierende ventrikuläre Tachykardie
Katheterablation vs. Therapieeskalation

Myokardinfarkt-bedingte Narben sorgen häufig für ventrikuläre Tachykardien. Diese treten oft auch nach Einsetzen implantierbarer Kardioverter-Defibrillatoren (ICD) und trotz antiarrhythmischer Therapie immer wieder auf. Einer Studie zufolge sollte man dann besser auf eine Katheterablation setzen als an der Medikation zu schrauben.

Quelle: Sapp JL et al.: Ventricular tachycardia ablation versus escalation of antiarrhythmic drugs. N Engl J Med 2016; 375(2): 111-21

Arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie
Die Therapie kann nur palliativ sein

ARVC, die arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie (früher Dysplasie), beruht auf einer angeborenen strukturellen Anomalie des Herzmuskels; sie wirkt sich vor allem auf den rechten Ventrikel aus. Sie ist die häufigste Ursache eines arrhythmogenen Herzstillstandes bei jungen Menschen. Das Fortschreiten des Leidens kann man nicht aufhalten.

Quelle: Corrado D et al.: Arrhythmogenic right ventricular cardiomyopathy. N Engl J Med 2017; 376: 61-72. JAMA 2016; 316: 191-210

Akuter Myokardinfarkt – bedrohlich trotz Fortschritten
Maßgeschneiderte Interventionsstrategien

Der akute Myokardinfarkt ist für ein Drittel der Todesfälle in westlichen Ländern verantwortlich, und dies trotz beachtlicher Fortschritte in den letzten Jahrzehnten. Um das Arsenal therapeutischer Optionen optimal zu nutzen, müssen diese an die individuelle Situation des Patienten angepasst werden, auch wenn noch manche Fragen offen sind.

Quelle: Reed GW et al.: Acute myocardial infarction. Lancet 2017; 389: 197-210

DOAK bei Vorhofflimmern
Ohne Therapietreue ist alles nichts

Direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) haben ihre Vorteile gegenüber Vitamin- KAntagonisten (VKA) in zahlreichen Studien belegt. Aber nur Tabletten, die auch eingenommen werden, können wirken. Wie kann man die Therapietreue erhöhen?

Quelle: Fachpressekonfernz: „Am Ball bleiben bei Vorhofflimmern mit ‚Rote Karte dem Schlaganfall‘ – die von Bayer initiierte Aufklärungskampagne startet ins sechste Jahr“, Leverkusen, 8.3.2017, Veranstalter: Bayer Rivaroxaban: Xarelto® (D, A, CH)

Die beste KHK-Strategie finden
Wert der FFR bei Diabetikern

Die fraktionelle Flussreserve (FFR) gilt in vielen Zentren als wertvolles Instrument zur Einschätzung mittelschwerer Koronarstenosen. Die Orientierung an ihr könnte aber auch zu einem ungünstigeren Outcome beitragen.

Quelle: Kennedy MW et al.: Fractional flow reserve-guided deferred versus complete revascularisation in patients with diabetes mellitus. Am J Cardiol 2016; 118: 1293- 99

Kardiologie

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