Praxis-Depesche 9/2001

Kindliche Leukämie

Herzinsuffizienz durch Chemotherapie

Niederländische Pädiater haben untersucht, wie oft es nach Anthrazyklinen zu Herzinsuffizienz kommt. Die 607 Kinder wurden im Schnitt mehr als sechs Jahre beobachtet. Am Ende waren 35,7% der Behandelten verstorben, vier an einer Anthrazyklin-induzierten Herzinsuffizienz. Die kumulative Inzidenz der Komplikation betrug 2,8%. Eine hohe Dosis beinhaltete auch ein hohes kardiotoxisches Risiko. Eine Gesamtdosis von mehr als 300 mg/m2 erhöhte das relative Risiko auf 11,8. Die Gesamtdosis war der einzige unabhängige Risikofaktor für eine Anthrazyklin-induzierte Herzinsuffizienz. (sb)

Niederländische Pädiater haben untersucht, wie oft es nach Anthrazyklinen zu Herzinsuffizienz kommt. Die 607 Kinder wurden im Schnitt mehr als sechs Jahre beobachtet. Am Ende waren 35,7% der Behandelten verstorben, vier an einer Anthrazyklin-induzierten Herzinsuffizienz. Die kumulative Inzidenz der Komplikation betrug 2,8%. Eine hohe Dosis beinhaltete auch ein hohes kardiotoxisches Risiko. Eine Gesamtdosis von mehr als 300 mg/m2 erhöhte das relative Risiko auf 11,8. Die Gesamtdosis war der einzige unabhängige Risikofaktor für eine Anthrazyklin-induzierte Herzinsuffizienz. (sb)


Quelle: Kremer, LCM: Anthracycline-induced clinical heart failure in a cohort of 607 children: long-term follow-up study, Zeitschrift: JOURNAL OF CLINICAL ONCOLOGY, Ausgabe 19 (2001), Seiten: 191-196


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