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Stenting ... viele Themen befeuern den aktuellen Diskurs

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Wie ist das zu erklären?
Mit Statinen häufiger vor der Glotze

Ein aktiver Lebensstil gehört zur Primär- und Sekundärprävention und zu einer lipidsenkenden Therapie dazu. TV-Konsum gilt als einer der wesentlichen Faktoren, die einen aktiven Lebensstil verhindern. Gucken Patienten, die Statine erhalten, eigentlich häufiger oder seltener fern als Nicht-Statin-Anwender?

Quelle: Vaidean GD et al.: Television viewing time among statin users ... Prev Med Rep 2017; 7: 106-9

Real-world-Beobachtung
Was bringen DOAK in niedriger Dosierung?

Alle aktuell verfügbaren direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) stehen auch in einer reduzierten Dosierung zur Verfügung. Zulassungskonform können zum Beispiel Faktoren wie Alter, Körpergewicht oder Niereninsuffizienz eine Dosisreduktion rechtfertigen. Aber frühere Studien zeigten, dass manche Patienten auch ohne diese Faktoren eine geringere DOAK-Dosis erhalten, vermutlich aus der Furcht vor Blutungskomplikationen heraus. Wie effektiv Apixaban (APIX), Dabigatran (DABI) und Rivaroxaban (RIVA) in reduzierter Dosis in der „real world“ sind, sah man sich nun in Dänemark an.

Quelle: Nielsen PB et al.: Effectiveness and safety of reduced dose non-vitamin K antagonist oral anticoagulants and warfarin in patients with atrial fibrillation: propensity weighted nationwide cohort study. BMJ 2017; 356: j510

Tragödien und Chancen
Die Geschichte der CAR-T-Therapie

Auf der CAR-T-Therapie liegen große Hoffnungen – viele Onkologen sagen ihr eine rosige Zukunft voraus. Der Weg hin zu der Therapie, bei der Patienten-eigene T-Zellen genetisch verändert und reinfundiert werden, war allerdings rein von Zufällen geprägt.

Quelle: Rosenbaum L: Tragedy, perseverance, and chance – the history of CAR-T therapy. N Engl J Med 2017; 377: 1313-5

Original Pressemitteilung:
Reizmagen: ein roter Faden fehlt!

Das Reizmagensyndrom ist eine häufige Diagnose in der Haus- und Allgemeinarztpraxis. Doch bei der Therapie gibt es viele Defizite, wie auch eine aktuelle Umfrage zeigt. Bewährte Alternativen wie Verdauungsenzyme rücken deshalb wieder ...

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend 2017: Urologen ehren Astellas Pharma für Innovation und Nachhaltigkeit

In der Urologie gehört Astellas zu den weltweit führenden Unternehmen. Seine innovative Produktpalette für die Urologie würdigten die Fachärzte in diesem Jahr erneut mit dem Award der „Goldenen Tablette“. Die ...

Score für „Sex-Sucht"
Hypersexuell ab 15 Pkt.

Hypersexualität (hypersexual disorder, HD) ist zwar im aktuellen Katalog für psychische Störungen (DSM-5) nicht enthalten, aber oft mit viel Leidensdruck verbunden. Identifizieren lässt sich die Störung mit einem dafür entwickelten Screeningtool.

Quelle: Öberg KG et al.: Hypersexual disorder according ... Sex Med 2017; Epub Oct 6; doi: 10.1016/j. esxm.2017.08.001

Gefährliche Supplemente
Thromben durch Testosteron-Booster

Männer mit altersbedingtem Testosteronmangel und Hypogonadismus profitieren nachweislich von einer Testosteronersatztherapie (TRT). Aufgrund der Muskelmasse- und Libido-steigernden Wirkung greifen aber auch immer mehr gesunde Männer zu rezeptfreien Testosteron-fördernden Präparaten. Dies kann aber schwere Folgen haben.

Quelle: Nguyen SM et al.: Pulmonary embolism secondary to testosterone-enhancing ... Cureus 2017; 9(8): e1545

Statine und Muskelschmerzen
Schuld ist ein gestörter Laktattransport

Die Zahl der berichteten Arzneimittelnebenwirkungen steigt. Hinsichtlich Störungen des Muskel-Skelett-Systems sind vor allem Statine ins Kreuzfeuer geraten. Die angegebenen Symptome reichen dabei von leichten Muskelschmerzen bis hin zu lebensbedrohlicher Rhabdomyolyse. Forscher haben nun herausgefunden, wie die Probleme wahrscheinlich zustande kommen.

Quelle: Leung YH et al.: Study of statin- and loratadine- induced muscle pain mechanisms using ... Pharmaceutics 2017; 9(4): E42

Krebsbedingte Schmerzen
Opioiddosierung nach Genprofil?

Die Analgesie bei krebsbedingten Schmerzen ist oft eine schwierige Angelegenheit. Denn einige Patienten benötigen eine erheblich höhere Opioid-Dosis als andere. Möglicherweise könnte ein genetischer Biomarker aber künftig Patienten mit schlechterem Ansprechen im voraus identifizieren.

Quelle: Matsuoka H et al.: Selection of opioids for cancer- related pain using a biomarker: a randomized, multi-institutional, open-label trial (RELIEF study). BMC Cancer 2017; 17: 674

Obstruktive und zentrale Schlafapnoe
Schlafbezogene Atemstörungen mit kardiovaskulären Folgen

Die Schlafapnoe ist einer der wichtigsten modifizierbaren kardiovaskulären Risikofaktoren. Während des Schlafs führen die Atemstörungen zu intermittierender Hypoxie, oxidativem Stress, Sympathikus-Aktivierung und endothelialer Dysfunktion. Infolge steigt das Risiko für Hypertonie, Herzinsuffizienz und andere kardiovaskuläre Erkrankungen. Die Schlafapnoe zu behandeln, ist allerdings oft eine Herausforderung.

Quelle: Javaheri S et al.: Sleep apnea. J Am Coll Cardiol 2017; 69(7): 841-58

Patellofemorales Schmerzsyndrom
Eine Sache der Psyche

Patellofemorale Schmerzen gleichen in vielerlei Hinsicht einer Lumbalgie – die Prävalenz ist hoch, die Ursache häufig unbekannt und das Leiden oft chronisch. Ähnlich wie bei chronischen Rückenschmerzen spielt auch bei Schmerzen im vorderen Knie die Psyche vermutlich eine wichtige Rolle.

Quelle: Maclachlan LR et al.: The psychological features of patellofemoral pain: a systematic review. Br J Sports Med 2017; 51: 732-42

So essen die Deutschen
Schwerpunkt auf dem Abendessen

Im Rahmen einer repräsentativen Studie im Zeitraum 2005 bis 2007 nahmen Forscher das Essverhalten der Deutschen unter die Lupe. Die Ergebnisse zeigen: Frauen essen anders als Männer, Alte anders als Junge, und – nachvollziehbarerweise – Dicke anders als Dünne. Für alle war aber das Abendessen die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Quelle: Wittig F et al.: Energy and macronutrient intake over the course of the day of German adults: A DEDIPAC- study. Appetite 2017; 114: 125-36

Chronische Insomnie
Internettherapie ist nachhaltig wirksam

Zur Behandlung von chronischer Insomnie empfehlen aktuelle Leitlinien eine kognitive Verhaltenstherapie (CBT-I). Die Zahl der dafür geschulten Therapeuten ist jedoch gering. Eine gute Alternative stellen möglicherweise interaktive CBT-I-Programme im Internet dar. Aktuelle Einjahresdaten bestätigen das.

Quelle: Ritterband LM et al.: Effect of a web-based cognitive behavior ... JAMA Psychiatry 2017; 74(1): 68-75

Essverhalten Jugendlicher im Test
Ernährung bestimmt Entzündungsmarker

Nach dem Vorbild der mediterranen Diät gelten viel Obst und Gemüse, Nüsse und Olivenöl als gesunde Lebensmittel, rotes Fleisch, Zucker- und Weißmehlprodukte dagegen als ungesund und entzündungsfördernd. Wie die Wahl der Lebensmittel das Entzündungsprofil beeinflusst, lässt sich bereits im Jugendalter nachweisen.

Quelle: Arouca A et al.: Associations between a mediterranean diet pattern and inflammatory biomarkers in European adolescents. Eur J Nutr 2017; Epub Apr 18; doi: 10.1007/s00394-017-1457-4

Follikuläres Lymphom
Neuer Antikörper für die First-line-Therapie?

Seit Einführung des Rituximab-beinhaltenden Erstlinien-Therapieregimes bei follikulärem Lymphom haben sich die Überlebensraten der Patienten deutlich verbessert. Nun prüften Forscher, ob man mit dem CD20-Antikörper Obinutuzumab noch bessere Erfolge erzielen kann.

Quelle: Marcus R et al.: Obinutuzumab for the first-line treatment of follicular lymphoma. N Engl J Med 2017; 377(14): 1331-44

Schlafmedizin
Repetitive Arousals verändern die Herzfrequenzvariabilität

Ein erholsamer Schlaf ist eine unabdingbare Voraussetzung für das körperliche Wohlergehen. Wird der Schlaf chronisch gestört, so hat das negative Auswirkungen auf das vegetative Nervensystem und somit auch auf die Gefäßwand.

Quelle: Wu Y et al.: Cardiovascular consequences of ... BioMed Res Int 2017, 2017: 4213861

Migräne I
Patienten bevorzugen Neurostimulation

Mittels Fragebogen wurde ermittelt, welche Behandlungsmethode – medikamentös oder Neurostimulation – Migräne-Patienten bevorzugen, und zwar im akuten Anfall und bei der Prävention.

Quelle: Mitsikostas D et al.: Patients‘ preferences for headache acute and preventive treatment. J Headache Pain 2017; 18(1): 102

Oligoarthritis
An sexuell übertragbare Infektion denken!

Bei der differentialdiagnostischen Abklärung einer asymmetrischen Oligoarthritis sprach alles für eine bakterielle Infektion. Die Sexualanamnese führte dann bei der 59-jährigen Patientin auf die richtige Spur.

Quelle: Park L et al.: Case 29-2017: A 59-year-old women with pain and swelling in the right hand and ankles. N Engl J Med 2017; 377: 1189-95

Rosacea
Das Risiko für gastrointestinale Erkrankungen ist bis zu 45 Prozent erhöht

Schon frühere epidemiologische Studien konnten zeigen, dass eine pathogenetische Beziehung zwischen der Rosacea und verschiedenen gastrointestinalen Erkrankungen besteht. Diese Beobachtung konnte jetzt in einer Kohortenstudie bestätigt werden.

Quelle: Egeberg A et al.: Rosacea and gastrointestinal disorders; a population-based cohort study. Br J Dermatol 2017; 176; 100-6

Chronische Nierenerkrankung PRAXIS-TIPP
Schmerztherapie ist eine Herausforderung

Das Schmerzmanagement von Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) und präterminaler Niereninsuffizienz (ESKD) folgt dem WHO-Stufenschema, allerdings mit spezifischen Anpassungen. Der Fokus liegt auf der Optimierung der Schmerzkontrolle bei gleichzeitiger Minimierung therapieinduzierter Komplikationen.

Quelle: Pham PC et al.: 2017 update on pain management in patients with chronic kidney disease. Clin Kid J 2017; 10: 688-97

Der Schmerz der anderen
Mehr Empathie bei trauriger Stimmung

Empathische Reaktionen auf beispielsweise die von anderen Menschen verspürten Schmerzen fallen nicht immer so akkurat und sensitiv aus, wie wir glauben. Einer Studie zufolge hängt die Fähigkeit zur Empathie von der eigenen Stimmung ab.

Quelle: Cheng J et al.: Music induced happy mood suppresses the neural responses to other’s ... Sci rep 2017; 7: 13054; doi: 10.1038/s41598-017-13386-0

Praxis-Tipps zum Benzodiazepin-Entzug
Schrittweise und ggf. mit Psychopharmaka

Für den Benzodiazepin-Entzug existieren heute klare und evidenzbasierte Therapiestandards. Es sollte eine schrittweise Dosisreduktion über einen mehrwöchigen Zeitraum präferiert werden. Die begleitende Psychopharmakotherapie erfolgt symptomorientiert. In der Psychotherapie ist neben Aufklärung und Psychoedukation der Einsatz verhaltenstherapeutischer und motivationsfördernder Ansätze vielversprechend.

Quelle: Soyka M: Treatment of benzodiazepine dependence. N Engl J Med 2017; 376: 1147-57

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