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Die medikamentöse Therapie des Vorhofflimmerns ist nur eine aktuelle
und kontroverse Diskussion in der Kardiologie

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Thrombusaspiration bei akuter PCI, Antikoagulation,
Stenting ... viele Themen befeuern den aktuellen Diskurs

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Der Kampf gegen die GLOBESITY ist in vollem Gange

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Infektionen der oberen und unteren Atemwege
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Eingebildete Schmerzlinderung
Plazebo wirkt auch am Gummi-Arm

Der klassische Plazebo-Effekt: Nach Auftragen einer wirkstoff-freien „Heilcreme“ auf den schmerzenden Arm empfindet der Patient weniger Schmerzen. Eine Studie zeigte nun, dass man die Creme dafür nicht mal auf den eigenen Arm auftragen muss – auf einem Gummi-Arm wirkt das Plazebo auch.

Quelle: Coleshill MJ et al.: Placebo analgesia from a rubber hand. J Pain 2017; 18(9): 1067-77

Gesundheitsprävention extrem
Herausforderung „Astronauten-Lifestyle"

Sich mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung fit zu halten, ist die eine Sache. Das Ganze auch unter den lebensfeindlichen Bedingungen des Weltalls zu schaffen, ist dagegen eine extrem schwierige Aufgabe. Wie es schrittweise gelang sie zu lösen, verrät eine aktuelle Studie.

Quelle: Pelligra S, Gossman WG: Aerospace, health maintenance, wellness. StatPearls [Internet] 2017. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; Epub Oct 14

Kardiovaskuläre Mortalität
Erhöhter oxidativer Stress im Weltraum

Während man die direkten Auswirkungen der reduzierten Schwerkraft durch hartes Training gut im Griff hat, treten die Langzeitrisiken der Raumfahrt erst jetzt nach und nach zutage. Eine Langzeitkonsequenz ist eine erhöhte kardiovaskuläre Mortalität infolge von sehr hohem oxidativem Stress.

Quelle: Takahashi K et al.: Effect of oxidative stress on cardiovascular system in response to gravity. Int J Mol Sci 2017; 18: 1426

Original Pressemitteilung:
Reizmagen: ein roter Faden fehlt!

Das Reizmagensyndrom ist eine häufige Diagnose in der Haus- und Allgemeinarztpraxis. Doch bei der Therapie gibt es viele Defizite, wie auch eine aktuelle Umfrage zeigt. Bewährte Alternativen wie Verdauungsenzyme rücken deshalb wieder ...

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend 2017: Urologen ehren Astellas Pharma für Innovation und Nachhaltigkeit

In der Urologie gehört Astellas zu den weltweit führenden Unternehmen. Seine innovative Produktpalette für die Urologie würdigten die Fachärzte in diesem Jahr erneut mit dem Award der „Goldenen Tablette“. Die ...

Astronauten und Bettlägerige
3 Minuten intensives Sprungtraining reicht

Mit konsequentem körperlichem Training müssen Astronauten gegen Muskelatrophie vor allem ihrer Beinmuskulatur und die kardiovaskuläre Dekonditionierung ankämpfen. Statt stundenlangem Schwitzen auf dem Crosstrainer oder Gewichtsübungen reicht dafür aber schon ein dreiminütiges hochintensives Sprungtraining aus. Auch bettlägerigen, älteren und sehr inaktiven Patienten kann man so „auf die Sprünge helfen“.

Quelle: Kramer A et al.: How to prevent the detrimental effects of two months of bed-rest on muscle, bone and cardiovascular system: an RCT. Sci Rep 2017; 7: 13177

Sturzprävention
Alte wie Astronauten behandeln

Das Sturzrisiko von Personen höheren Alters erhöht sich auch nach kurzen Phasen der Bettruhe stark. Eine ähnliche Dekonditionierung erfahren Astronauten durch die im Weltraum verringerte Schwerkraft. Aus der Präventionsmedizin der Raumfahrt kann man daher Strategien zur Sturzprävention älterer Patienten ableiten.

Quelle: Goswami N: Falls and fall-prevention in older persons: geriatrics meets spaceflight! Front Physiol 2017; 8: 603

Astronauten zurück auf der Erde
Woher kommt das VIIP-Syndrom?

Zugegeben, nur die allerwenigsten Ärzte werden in ihrer beruflichen Laufbahn einem VIIP-Syndrom begegnen. Aber die Ergebnisse der Untersuchungen von 34 NASA-Astronauten zu diesem Syndrom haben es immerhin in das renommierte New England Journal of Medicine geschafft – insofern kann man davon ausgehen, dass sie von allgemeinem medizinischem Interesse sind.

Quelle: Roberts DR et al.: Effects of spaceflight on astronaut brain structure as indicated on MRI. N Engl J Med 2017; 377: 1746-53

LAMA/LABA-Kombis im Vergleich
Unterschiede klinisch nicht relevant

„Studien, die die Welt nicht braucht“ wäre auch eine passende Überschrift für diesen Artikel gewesen. Auch wenn die Autoren mit Mühe versuchten, aus den Ergebnissen ihres Vergleichs zweier LAMA/LABA- Kombinationspräparate bei COPD einen Unterschied herauszulesen, am Ende unterschieden sie sich nur marginal und klinisch nicht relevant. Wahrscheinlich stehen in der alltäglichen Praxis ohnehin ganz andere Probleme im Vordergrund. Weshalb sich die Autoren so sehr um ein positives Ergebnis bemühten, erklärt auch ein Blick auf deren beruflichen Hintergrund.

Quelle: Feldman GJ et al.: Comparative efficacy of once-daily umeclidinium/vilanterol and tiotropium/olodaterol therapy in symptomatic chronic obstructive pulmonary disease: a randomized study. Adv Ther 2017; Epub Nov 1; doi: 10.1007/s12325-017-0626-4

Aktuelle Studien aus der Rheumatologie
Endlich eine Arthrosetherapie? Wie wichtig ist Vitamin D bei Lupus?

Der größte Rheumatologenkongress, die Jahrestagung des „American College of Rheumatology“ und der „Association of Rheumatology Health Professionals“, lockte im November mehr als 16 000 Teilnehmer aus der ganzen Welt nach San Diego. Nachfolgend eine kurze Auswahl der zahlreichen Vorträge, Postersessions und Workshops zur Arthrosetherapie, zu Vitamin D bei Lupus und zu einem Tipp bei der axSpA-Diagnostik.

Therapie-Optionen
Secukinumab erhält Ansprechen über 5 J.

Neue Fünfjahresdaten unterstreichen die langanhaltende Wirksamkeit von Secukinumab (Cosentyx®) in der Psoriasis-Therapie. Die Ergebnisse stammen von der über fünf Jahre laufenden Open-label-Anschlussstudie A2304E1 zur zulassungsrelevanten Phase-3-Studie SCULPTURE. Über die ...

DOAK-Therapie in der Praxis
Blutungsrisiko unter Komedikation – mal so, mal so

Patienten mit Vorhofflimmern (VHF) weisen häufig eine relevante Komorbidität auf. Deshalb nehmen sie zusätzlich zur Antikoagulationstherapie mit z. B. DOAK (direkte orale Antikoagulanzien) häufig weitere Medikamente ein. Wie diese das Blutungsrisiko beeinflussen, zeigte nun eine Kohortenstudie und wartete mit einer Überraschung auf: Es gibt auch Ko-Medikamente, die das Blutungsrisiko verringern.

Quelle: Chang SH et al.: Association between use of non-vitamin K oral anticoagulants with and without concurrent medications and risk of major bleeding in nonvalvular ... JAMA 2017; 318: 1250-9

59th ASH Annual Meeting 2017
CAR-T-Zell-Therapie – Antikörper- Wirkstoff-Konjugat – Nanobody

Bei der 59. Tagung der American Society of Hematology (ASH) in Atlanta wurden die weit über 20 000 Teilnehmer von Schnee und eisigen Temperaturen überrascht. Das Kongressprogramm überzeugte dagegen wie gewohnt mit Abstracts zu Grundlagenforschung und innovativen Therapieansätzen bei hämatologischen Neoplasien.

Lebensmittelallergien
Vigilanz und schnelles Handeln als Schlüssel zum Erfolg und Überleben

IgE-mediierte Lebensmittelallergien kommen weltweit vor und stellen (global, aber auch in Europa) ein großes Problem für das Gesundheitswesen dar. Die Prävalenz ist ungewiss, aber man schätzt z. B. zirka 15 Mio. betroffene Amerikaner. 4% aller Kinder und 1% aller Erwachsenen gelten als betroffen.

Quelle: Jones SM, Burks AW: Food allergy. N Engl J Med 2017; 377: 1168-76

Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
Das ABC der COPD

Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung COPD ist für mehr als drei Mio. Todesfälle jährlich weltweit verantwortlich. Rauchen gilt als COPD-Ursache Nummer 1. Aber in der Praxis kommen durchaus auch COPD-Patienten vor, die nie geraucht haben. Diese Klientel ist therapeutisch besonders herausfordernd, da die großen Zulassungsstudien für medikamentöse Therapien überwiegend Raucher oder Ex-Raucher mit COPD einschlossen, und deren Ergebnisse daher nicht eins zu eins anwendbar sind.

Quelle: Rabe KF, Watz H: Chronic obstructive pulmonary disease. Lancet 2017; 389: 1931-40

Patienten, die sich im Internet informieren
Verliert oder gewinnt die Beziehung zwischen Arzt und Patient?

Fast jeder Patient nutzt heutzutage das Internet, um sich vor dem Praxisbesuch über gesundheitliche Themen zu informieren. Die Eigenrecherche kann die Beziehung zwischen Patient und Arzt stärken oder schwächen – abhängig davon, ob der Patient es zur Sprache bringt und ob der Arzt ein offenes Ohr dafür hat.

Quelle: Tan SS et al.: Internet health information seeking and the patient-physician relationship: a systematic review. J Med Internet Res 2017; 19(1): e9

Patienten zeigen nicht immer die typischen Symptome
Migräne und ihre Vorboten erkennen

Obwohl Migräne eine weit verbreitete Volkskranheit ist, findet sie im allgemeinen Gesundheitswesen nur wenig Beachtung. Sie richtig zu erkennen, ist auch nicht immer einfach, denn die Kopfschmerzattacken können in ihrer Frequenz und Schwere stark variieren. Umso wichtiger ist es daher, die charakteristischen Vorboten zu identifizieren und frühzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Quelle: Charles A: Migraine. N Engl J Med 2017; 277(6): 553-61

Wie diagnostizieren, wie und wann versorgen?
Perianaler Abszess

Beschwerden im anorektalen Bereich sind für Patienten häufig mit Scham behaftet. Da der Hausarzt Vertrauter und erster Ansprechpartner für seine Patienten ist, sollte er sich auch mit perianalen Abszessen (kurz: Analabszess) auskennen – nicht zuletzt um beraten und die Dringlichkeit einer Überweisung zum Chirurgen einschätzen zu können. Perianale Abszesse sind mit einer Inzidenz von ca. 16,1 pro 100 000 Personen nicht selten – und vermutlich ist die wahre Inzidenz noch größer, da sich Perianalabszesse auch spontan entleeren und ohne ärztliches Zutun heilen können.

Quelle: Sahnan K et al.: Perianal ... BMJ 2017; 356: j475

Rezidiviertes/refraktäres Multiples Myelom
Ixazomib: Weniger Therapieabbrüche als unter anderen Proteasom-Inhibitoren

Aktuellen Daten zufolge haben vorbehandelte Patienten mit einem rezidivierten und/ oder refraktären Multiplen Myelom, die mit dem oralen Proteasom-Inhibitor Ixazomib in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason (Rd) behandelt wurden, einen wertvollen Vorteil gegenüber mit injizierbaren Proteasom-Inhibitoren therapierten Patienten: Das Risiko für einen Therapieabbruch ist signifikant geringer.

Quelle: Fachpressekonferenz: „Wie würden Sie sich entscheiden? Real-Life-Daten und Ergebnisse einer multizentrischen Querschnittsstudie zur Therapiepräferenz von Patienten mit rezidiviertem oder/und refraktärem Multiplen Myelom“, Hamburg, 20.12.2017, Veranstalter: Takeda Ixazomib: Ninlaro® (D)

Nierenfunktion von Tumorpatienten
Akutes Nierenversagen ist ein häufiges und ernstes Problem

Akute Niereninsuffizienz (acute kidney injury, AKI) zählt zur häufigsten Komorbidität von Tumorpatienten, vor allem bei hämatologischen Malignomen. Häufigkeit und Schwere hängen neben Tumorart und -stadium auch vom Therapieregime ab.

Quelle: Rosner MH et al.: Acute kidney injury in patients with cancer. N Engl J Med 2017; 376(15): 1770-81

Infektionen der unteren Atemwege
Orale Steroide nicht wirksam!

Zunehmend wird orales Prednisolon bei Infekten der unteren Atemwege verschrieben – auch bei Patienten ohne Asthma. Doch sinnvoll ist das nicht, denn die Dauer und Schwere der Symptome lassen sich damit nicht verringern.

Quelle: Hay AD et al.: Effect of oral prednisolone of symptom duration and severity in nonasthmatic adults with acute ... JAMA 2017; 318: 721-30

Eigentlich ein „No-brainer"
Orale Medikamente nicht injizieren!

Bei der Injektion von Medikamenten, die eigentlich für den oralen Gebrauch gedacht sind, kann der Hilfsstoff Crospovidon (Polyvinylpolypyrrolidon; PVPP) erhebliche Probleme verursachen. Das zeigte eine kürzlich im New England Journal of Medicine publizierte Kasuistik.

Quelle: Staloch DA, Hedley JS: Pulmonary foreign-body granulomatosis. New Engl J Med 2017; 377: 1273

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