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Die medikamentöse Therapie des Vorhofflimmerns ist nur eine aktuelle
und kontroverse Diskussion in der Kardiologie

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Thrombusaspiration bei akuter PCI, Antikoagulation,
Stenting ... viele Themen befeuern den aktuellen Diskurs

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Patellofemorales Schmerzsyndrom
Eine Sache der Psyche

Patellofemorale Schmerzen gleichen in vielerlei Hinsicht einer Lumbalgie – die Prävalenz ist hoch, die Ursache häufig unbekannt und das Leiden oft chronisch. Ähnlich wie bei chronischen Rückenschmerzen spielt auch bei Schmerzen im vorderen Knie die Psyche vermutlich eine wichtige Rolle.

Quelle: Maclachlan LR et al.: The psychological features of patellofemoral pain: a systematic review. Br J Sports Med 2017; 51: 732-42

So essen die Deutschen
Schwerpunkt auf dem Abendessen

Im Rahmen einer repräsentativen Studie im Zeitraum 2005 bis 2007 nahmen Forscher das Essverhalten der Deutschen unter die Lupe. Die Ergebnisse zeigen: Frauen essen anders als Männer, Alte anders als Junge, und – nachvollziehbarerweise – Dicke anders als Dünne. Für alle war aber das Abendessen die wichtigste Mahlzeit des Tages.

Quelle: Wittig F et al.: Energy and macronutrient intake over the course of the day of German adults: A DEDIPAC- study. Appetite 2017; 114: 125-36

Chronische Insomnie
Internettherapie ist nachhaltig wirksam

Zur Behandlung von chronischer Insomnie empfehlen aktuelle Leitlinien eine kognitive Verhaltenstherapie (CBT-I). Die Zahl der dafür geschulten Therapeuten ist jedoch gering. Eine gute Alternative stellen möglicherweise interaktive CBT-I-Programme im Internet dar. Aktuelle Einjahresdaten bestätigen das.

Quelle: Ritterband LM et al.: Effect of a web-based cognitive behavior ... JAMA Psychiatry 2017; 74(1): 68-75

Original Pressemitteilung:
Reizmagen: ein roter Faden fehlt!

Das Reizmagensyndrom ist eine häufige Diagnose in der Haus- und Allgemeinarztpraxis. Doch bei der Therapie gibt es viele Defizite, wie auch eine aktuelle Umfrage zeigt. Bewährte Alternativen wie Verdauungsenzyme rücken deshalb wieder ...

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend 2017: Urologen ehren Astellas Pharma für Innovation und Nachhaltigkeit

In der Urologie gehört Astellas zu den weltweit führenden Unternehmen. Seine innovative Produktpalette für die Urologie würdigten die Fachärzte in diesem Jahr erneut mit dem Award der „Goldenen Tablette“. Die ...

Follikuläres Lymphom
Neuer Antikörper für die First-line-Therapie?

Seit Einführung des Rituximab-beinhaltenden Erstlinien-Therapieregimes bei follikulärem Lymphom haben sich die Überlebensraten der Patienten deutlich verbessert. Nun prüften Forscher, ob man mit dem CD20-Antikörper Obinutuzumab noch bessere Erfolge erzielen kann.

Quelle: Marcus R et al.: Obinutuzumab for the first-line treatment of follicular lymphoma. N Engl J Med 2017; 377(14): 1331-44

Schlafmedizin
Repetitive Arousals verändern die Herzfrequenzvariabilität

Ein erholsamer Schlaf ist eine unabdingbare Voraussetzung für das körperliche Wohlergehen. Wird der Schlaf chronisch gestört, so hat das negative Auswirkungen auf das vegetative Nervensystem und somit auch auf die Gefäßwand.

Quelle: Wu Y et al.: Cardiovascular consequences of ... BioMed Res Int 2017, 2017: 4213861

Migräne I
Patienten bevorzugen Neurostimulation

Mittels Fragebogen wurde ermittelt, welche Behandlungsmethode – medikamentös oder Neurostimulation – Migräne-Patienten bevorzugen, und zwar im akuten Anfall und bei der Prävention.

Quelle: Mitsikostas D et al.: Patients‘ preferences for headache acute and preventive treatment. J Headache Pain 2017; 18(1): 102

Oligoarthritis
An sexuell übertragbare Infektion denken!

Bei der differentialdiagnostischen Abklärung einer asymmetrischen Oligoarthritis sprach alles für eine bakterielle Infektion. Die Sexualanamnese führte dann bei der 59-jährigen Patientin auf die richtige Spur.

Quelle: Park L et al.: Case 29-2017: A 59-year-old women with pain and swelling in the right hand and ankles. N Engl J Med 2017; 377: 1189-95

Chronische Nierenerkrankung PRAXIS-TIPP
Schmerztherapie ist eine Herausforderung

Das Schmerzmanagement von Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) und präterminaler Niereninsuffizienz (ESKD) folgt dem WHO-Stufenschema, allerdings mit spezifischen Anpassungen. Der Fokus liegt auf der Optimierung der Schmerzkontrolle bei gleichzeitiger Minimierung therapieinduzierter Komplikationen.

Quelle: Pham PC et al.: 2017 update on pain management in patients with chronic kidney disease. Clin Kid J 2017; 10: 688-97

Der Schmerz der anderen
Mehr Empathie bei trauriger Stimmung

Empathische Reaktionen auf beispielsweise die von anderen Menschen verspürten Schmerzen fallen nicht immer so akkurat und sensitiv aus, wie wir glauben. Einer Studie zufolge hängt die Fähigkeit zur Empathie von der eigenen Stimmung ab.

Quelle: Cheng J et al.: Music induced happy mood suppresses the neural responses to other’s ... Sci rep 2017; 7: 13054; doi: 10.1038/s41598-017-13386-0

Praxis-Tipps zum Benzodiazepin-Entzug
Schrittweise und ggf. mit Psychopharmaka

Für den Benzodiazepin-Entzug existieren heute klare und evidenzbasierte Therapiestandards. Es sollte eine schrittweise Dosisreduktion über einen mehrwöchigen Zeitraum präferiert werden. Die begleitende Psychopharmakotherapie erfolgt symptomorientiert. In der Psychotherapie ist neben Aufklärung und Psychoedukation der Einsatz verhaltenstherapeutischer und motivationsfördernder Ansätze vielversprechend.

Quelle: Soyka M: Treatment of benzodiazepine dependence. N Engl J Med 2017; 376: 1147-57

Angina pectoris nach PCI
Die Stenokardien kommen oft wieder

Wenn nach der Behandlung eines akuten Myokardinfarkts die Brustschmerzen wiederkehren, leidet die Lebensqualität erheblich; die Kosten für die Betreuung der Patienten steigen.

Quelle: Fanaroff AC et al.: Patterns of angina and antianginal medication use among patients following MI treated with PCI: insights from TRANSLATE- ACS. JACC 2017; 69: #907-04

Chronische Niereninsuffizienz
Langer Kampf gegen Komplikationen

Ein chronisches Nierenleiden (CKD, chronic kidney disease) kann zum völligen Nierenversagen (ESKD, end stage kidney disease) führen. Die Patienten sterben aber mit fünf- bis zehnmal höherer Wahrscheinlichkeit an nicht-renalen Komplikationen, vor allem an kardiovaskulären, und müssen entsprechend betreut werden.

Quelle: Webster AC et al.: Chronic kidney disease. Lancet 2017; 389: 1238-52

Anti-Tumor-Effekt
Metformin wirkt (nicht immer)

Es ist bekannt, dass Diabetiker, die Metformin nehmen, ein vermindertes Krebsrisiko haben; und falls Krebs auftritt, ist die Prognose besser. Das gilt zumindest für solide Tumoren. Bei Blutkrebs wie akuter myeloischer Leukämie (AML) ist die Sachlage unklar.

Quelle: Caecareagnu AC et al.: Missing the benefit of metformin in acute myeloid leukemia: a problem of contrast? J Res Pharm Pract 2017; 6: 145-50

Apoplexie-Risiko
Proteinurie differenziert betrachtet

Die Prävention des Hirnschlags ist ein vordringliches Anliegen. Dazu kann der Fokus auf wichtige Risikofaktoren einen Beitrag leisten. Eine Proteinurie korreliert bekanntlich mit kardiovaskulären Problemen.

Quelle: Wang A et al.: Association of persistent, incident, and remittent proteinuria with stroke risk in patients with diabetes mellitus or prediabetes mellitus. J Am Heart Assoc 2017; 6: e006178

Migräne II
Wie wirkt Topiramat im Gehirn?

Topiramat gehört zu den Substanzen mit nachgewiesener prophylaktischer Wirkung gegen Migräne. Man weiß aber bisher kaum etwas über den Angriffspunkt der Substanz im ZNS.

Quelle: Hebestreit JM, May A: Topiramate modulates trigeminal pain processing in thalamo-cortical networks in humans after single dose administration. PLoS One 2017; 12(10): e0184406

Fortgeschrittenes Melanom
Eine potente „biologische" Kombination

Die Entwicklung antineoplastischer zielgerichteter Wirkstoffe hat in jüngster Zeit erhebliche Fortschritte gemacht. Damit ist man auch gegen ein fortgeschrittenes malignes Melanom nicht mehr machtlos.

Quelle: Wolchok JD et al.: Overall survival with combined nivolumab and ipilimumab in advanced melanoma. N Engl J Med 2017; 377: 1345-56

Serie „Shared Decision Making in der Praxis", Teil 2
Fünf gute Gründe dagegen? Keineswegs!

Seit 2010 gibt es in England ein Programm, das sich mit „Shared Decision Making“, also der partizipativen Entscheidungsfindung beim ärztlichen Umgang mit Patienten, beschäftigt. Man identifizierte fünf wesentliche Herausforderungen für die erfolgreiche Implementierung von SDM in den Praxisalltag.

Quelle: Joseph-Williams N et al.: Implementing shared decision making in the NHS: lessons from the MAGIC programme. BMJ 2017; 357: j1744

Leberzirrhose verhindern
Screening oder doch besser Alkoholentzug?

Im UK ist die Mortalität durch Leberzirrhose in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Hauptursachen sind exzessiver Alkoholkonsum und die Tatsache, dass Lebererkrankungen oft erst sehr spät entdeckt werden. Ob ein Zirrhose-Screening die Lösung ist, ist aber umstritten.

Quelle: Hudson M et al.: Should we screen for cirrhosis? BMJ 2017; 358: j3233

Hoffnung für Leberkranke
Neue Stammzellquelle für Hepatozyten

Die Hepatozyten-Transplantation ist ein vielversprechender Therapieansatz für zahlreiche Lebererkrankungen. Genügend Zellen dafür zu gewinnen, ist aber nicht leicht, denn die Zahl der Donoren ist gering und die Entwicklung aus embryonalen oder Knochenmarkstammzellen aus ethischen und Sicherheitsgründen schwierig.

Quelle: Chen Z et al.: Transdifferentiation of human male germline stem cells to hepatocytes in vivo via the transplantation under renal capsules. Oncotarget 2017; 8(9): 14576-92

Crohn bei Kindern
Neue Prädiktoren für schweren Verlauf

Darmstrikturen und -fisteln sind häufige Komplikationen bei Morbus Crohn (MC). Nun suchten Forscher aus Atlanta, USA, bei jungen Crohn-Patienten nach Markern, die einen komplizierten Verlauf vorhersagen können. Sie wurden fündig und konnten so zugleich auch eine Empfehlung bzgl. der Therapie mit TNFa-Inhibitoren geben.

Quelle: Kugathasan S et al.: Prediction of complicated disease course ... Lancet 2017; 389: 1710-18

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