Stresshyperglykämie mit Folgen

Stresshyperglykämie ist ein Warnschuss. Das zeigte eine retrospektive Kohortenstudie von 86 634 Patienten im Alter von 40 Jahren und älter, die als Notfall stationär aufgenommen werden mussten. Das Risiko, in den nächsten drei Jahren einen Diabetes zu entwickeln, lag bei einem Blutzuckerspiegel von ...

Quelle: McAllister DA et al.: Stress hyperglycaemia in hospitalised patients and their 3-year risk of diabetes. PLoS Med 11 (2014)

Bestätigung aus aktuellen Real-world-Daten
Sacubitril/Valsartan bessert Symptomhäufigkeit und Lebensqualität

Im Rahmen des diesjährigen Heart-Failure-Kongresses der European Society of Cardiology (ESC-HF) wurden aktuelle Real-world-Daten aus dem Herzinsuffizienz-Register CHAMP-HF präsentiert. Das fortlaufende prospektive Register erfasst Daten von etwa 5000 Patienten mit chronischer HFrEF (...

Chronische Herzinsuffizienz
Die Therapie frühzeitig optimieren

Trotz moderner Therapieoptionen ist die Versorgung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz nach wie vor oft unzureichend. Ein für den Krankheitsverlauf ausschlaggebender Faktor ist das frühe Einleiten einer effektiven Therapie, z. B. mit Sacubitril/Valsartan. Als Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor (ARNI) führt die Wirkstoffkombination zu einer doppelten Entlastung des Herzmuskels und kann dadurch einem kardialen Remodeling effektiv entgegenwirken. Aktuelle Daten belegen auch eine günstige Wirkung auf die Lebensqualität.

Quelle: Fachpressekonferenz:

„Sacubitril/Valsartan in der Praxis – effektive Patientenidentifikation und rechtzeitige Therapieoptimierung“, Mannheim, 5.4.2018, Veranstalter: Novartis
Sacubitril/Valsartan: Entresto®

Kardiovaskuläre Risikoprävention
Nach wie vor Handlungsbedarf

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland nach wie vor Todesursache Nummer eins. Ein entscheidender Ansatz in der Prävention ist die Senkung des Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-C) durch Statine und PCSK9-Hemmer. Letztere stellten ihre Wirksamkeit in der Outcome-Studie FOURIER unter Beweis. 

Quelle: Symposium:
„Lipidmanagement gelöst? PCSK9i – ein nachhaltiger Ansatz in der Sekundärprävention“, Mannheim, 16.4.2018, Veranstalter: Amgen
Evolocumab: Repatha®

Kardiologenkongress in Mannheim
Alirocumab für kardiovaskuläre Hochrisikopatienten

Der PCSK9-Inhibitor Alirocumab ist eine Therapieoption für kardiovaskuläre Hochrisikopatienten, um den von den Fachgesellschaften empfohlenen LDL-C-Zielwert zu erreichen und damit das erhöhte Herz-Kreislauf-Risiko zu reduzieren.

Quelle: Symposium: „Ein Therapieansatz, der überzeugt: PCSK9-Inhibition“, Mannheim, 4.4.2018, Veranstalter: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH Alirocumab: Praluent® (D, A, CH)

Ranolazin bei stabiler Angina pectoris mit begleitendem Diabetes

Koronare Herzkrankheit (KHK) und Typ-2-Diabetes treten häufig gemeinsam auf und bis zu 45% der Patienten mit KHK und Typ-2-Diabetes leiden unter stabiler Angina pectoris. Die Betroffenen benötigen dauerhaft eine antianginöse Medikation, welche die Angina-pectoris-Beschwerden effektiv ...

Risiko aus dem Auspuff
Wenn NOx schnell steigt, droht der Infarkt

Stickoxide (NOx) sind ein vieldiskutierter Luftschadstoff, den vor allem Diesel-Pkw emittieren. Neben den absoluten Grenzwerten, die in der EU definiert wurden, spielt für das Herz-Risiko auch die Dynamik der Konzentrationen eine Rolle.

Quelle: Rasche M et al.: Rapid increases in nitrogen oxides are ... Eur J Prev Cardiol 2018; Epub Jan 1; 2047487318755804

Ciprofloxacin-Nebenwirkung
Mehr Aortenaneurysmen und -dissektionen

Fluoroquinolone wie Ciprofloxacin zählen zu den am häufigsten eingesetzten Antibiotika. Es ist aber bekannt, dass sie zu Achillessehnenrupturen und anderen Tendopathien beitragen können. Steigt auch das Risiko für Aortenaneurysmen und -dissektionen?

Quelle: Pasternak B et al.: Fluoroquinolone use and risk of aortic ... BMJ 2018; 360: k678

Myokardiale Ischämie ohne Koronarstenose
Häufiger ein Frauenproblem

Ischämiesymptome bei „offenen“ Koronararterien sind auf eine mikrovaskuläre Erkrankung zurückzuführen. Dieses Problem kommt bei Frauen viel häufiger vor als bei Männern. Frauen haben deshalb einen erhöhten Bedarf an antianginösen Medikamenten, die auf der mikrovaskulären Ebene angreifen.

Quelle: Symposium: „KHK ist Männersache? Geschlechtsspezifische Aspekte für die kardiologische Praxis“, DGK-Kongress Mannheim, 6.4.2018, Veranstalter: Berlin-Chemie Ranolazin: Ranexa® (D)

Mitralinsuffizienz
Wird die Klappe zu selten repariert?

Schäden von Herzklappen sind weltweit ein häufiges Problem. Sie könnten meist durch chirurgische Korrektur oder Klappenersatz behoben werden, doch wird diese Option selten genutzt. Das gilt insbesondere für die Mitralisklappe.

Quelle: Dziadzko V et al.: Outcome and undertreatment of mitral regurgitation: a community cohort study. Lancet 2018; 391: 960-69

Koronare Revaskularisation
Mortalität nach Bypass-OP versus PCI

Bei der Korrektur kritisch verengter Koronarien konkurrieren die Bypass-Methode mit der (häufiger verfügbaren) perkutanen Intervention (PCI). Ob es Unterschiede in der Mortalität der beiden Optionen gibt, war bisher unklar.

Quelle: Head SJ et al.: Mortality after coronary artery bypass grafting versus... Lancet 2018; 391: 939-48

Herz und Wetter
Bei Kälte mehr Rhythmusstörungen

Lösen implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (ICD) bei kaltem Wetter häufiger Schockabgaben aus als bei warmen Temperaturen? Dieser Frage sind Kardiologen von der University of Manitoba in Winnipeg nachgegangen.

Quelle: Cloutier JM et al.: Relationship of extreme cold weather ... Am J Cardiol 2017; 120(6): 1002-7

Hypertonie
RR-Selbstmessung verbessert die Einstellung

Eine optimale Dosierung antihypertensiver Medikamente gelingt nur anhand optimaler Blutdruckmessung. Ob dies die Selbstmessung zuhause ist, wurde immer wieder kontrovers diskutiert.

Quelle: McManus RJ et al.: Efficacy of self-monitored blood pressure, with or without telemonitoring ... Lancet 2018; 391: 949-59

Auswirkung auf tiefe Venen
Varizen gefährlicher als gedacht

Varizen sind häufig, stellen häufig aber kein besonders schweres Risiko für den Patienten dar. Tiefe Venenthrombosen (TVT) hingegen bergen ein gewisses Risiko für Lungenembolien (LE), und auch eine pAVK kann schwerwiegende Folgen haben. Aber hängen Varizen auch mit schweren angiologischen Komplikationen zusammen?

Quelle: Chang SL et al.: Association of caricose veins with incident venous ... JAMA 2018; 319: 807-17

Vorhofflimmern bei Senioren
Antikoagulation ist nicht unproblematisch

Rund ein Drittel der meist älteren Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz hat auch Vorhofflimmern. Ist eine orale Antikoagulation in diesem Fall angebracht?

Quelle: Kumar S et al.: Ischaemic stroke, haemorrhage, and mortality in older patients ... BMJ 2018; 360: k342

Schnell und gezielt (be-)handeln Praxis-Depesche
Das „Zweimalvier" der tiefen Venenthrombose

Am häufigsten tritt eine tiefe Venenthrombose (TVT) bekanntermaßen an den unteren Extremitäten auf, wobei der Thrombus in den tiefen Unterschenkelvenen entsteht und sich dann nach proximal ausdehnen kann. Mit 1,6 pro 1000 betroffenen Menschen pro Jahr ist die TVT eine sehr häufige venöse thromboembolische Erkrankung (VTE). Bei der Diagnose und Therapie der TVT spielt Zeit eine entscheidende Rolle. Im Rahmen der Diagnostik leistet der Wells-Score wertvolle Dienste. Schlussendlich ist die Antikoagulation mit einem DOAK für die meisten Patienten das Vorgehen der Wahl, wobei alternative Wirkstoffe wie LMWH oder Vitamin-K-Antagonisten für selektierte Patienten besser sind. Bei einer extensiven TVT können auch invasive Therapien in darauf spezialisierten Zentren notwendig sein.

Quelle: Stubbs MJ et al.: Deep vein thrombosis. BMJ 2018; 360: k351

Koronare Herzkrankheit
Welche nichtinvasiven Tests zuerst ...

Bei Patienten, die mit Thoraxschmerzen in die Notaufnahme kommen, wird eine Folge von Untersuchungen initiiert, die das tatsächliche koronare Risiko abklären sollen. Es gibt dazu etliche Optionen, die mehr oder weniger zielführend sind.

Quelle: Siontis GCM et al.: Outcomes of non-invasive diagnostic modalities for the detection of coronary artery disease: network ... BMJ 2018; 360: k452

Akuter Herzinfarkt – Zeit der Entscheidungen
Vom Verdacht zur koronaren Intervention

Der akute Herzinfarkt stellt eine Situation mit dem Potenzial zu schwerer Morbidität und Tod dar; bei schnellem und zielgerichtetem Vorgehen kann der Patient aber auch eine gute Prognose haben. Die Behandlungsoptionen haben sich in den letzten drei Jahrzehnten fundamental geändert; die Algorithmen befinden sich immer noch in Entwicklung.

Quelle: Anderson JL, Morrow DA: Acute myocardial infarction. N Engl J Med 2017; 376: 2053-64

ODYSSEY OUTCOMES: Topline-Results
Alirocumab reduziert Mortalität bei Hochrisikopatienten

Die Studie ODYSSEY OUTCOMES hat ihren primären Endpunkt erreicht und gezeigt, dass Hochrisikopatienten, die Alirocumab zusätzlich zu einer maximal tolerierten Statin- Therapie erhielten, signifikant weniger schwere kardiovaskuläre Ereignisse erfuhren als Patienten, die nur mit maximal tolerierten Statinen behandelt wurden.

Quelle: Symposium: Schwartz G et al.: The ODYSSEY OUTCOMES trial: topline results alirocumab in patients after acute coronary syndrome. The American College of Cardiology 67th Scientific Sessions, 10.3.2018, Orlando, USA Alirocumab: Praluent® (D, A, CH)

ODYSSEY OUTCOMES: Topline-Results
Alirocumab reduziert Mortalität bei Hochrisikopatienten

Die Studie ODYSSEY OUTCOMES hat ihren primären Endpunkt erreicht und gezeigt, dass Hochrisikopatienten, die Alirocumab zusätzlich zu einer maximal tolerierten Statin-Therapie erhielten, signifikant weniger schwere kardiovaskuläre Ereignisse erfuhren als Patienten, die nur mit maximal tolerierten Statinen behandelt wurden.

Quelle: Schwartz G et al., The ODYSSEY OUTCOMES Trial: Topline Results Alirocumab in Patients After Acute Coronary Syndrome. The American College of Cardiology 67th Scientific Sessions; 10.3.2018; Orlando, Florida, USA; Veranstalter: Sanofi;
Alirocumab: Praluent®  (D)

Herz-Kreislauf

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