Stoffwechsel - Übersicht

Stresshyperglykämie mit Folgen

Stresshyperglykämie ist ein Warnschuss. Das zeigte eine retrospektive Kohortenstudie von 86 634 Patienten im Alter von 40 Jahren und älter, die als Notfall stationär aufgenommen werden mussten. Das Risiko, in den nächsten drei Jahren einen Diabetes zu entwickeln, lag bei einem Blutzuckerspiegel von ...

Quelle: McAllister DA et al.: Stress hyperglycaemia in hospitalised patients and their 3-year risk of diabetes. PLoS Med 11 (2014)

Diabetesmanagement
Wirkprofil von Basalinsulin nahe an der Physiologie

Seit ihrer Entstehung hat die Insulintherapie sich kontinuierlich weiterentwickelt. Moderne Insuline ermöglichen heute eine patientenorientierte und individuelle Behandlung des Diabetes.

Quelle: Fachpressekonferenz:

„Insulintherapie gestern und heute: Fortschritt für ein modernes Diabetesmanagement“, München, 23.2.2018; Veranstalter: Sanofi

Insulin glargin 300 E/ml: Toujeo®  (D)

 

PCSK9-Inhibition
Das LDL-C in den Zielbereich bringen

Menschen mit Diabetes, die unter einer maximalen lipidsenkenden Standardtherapie ihre LDL-C-Zielwerte nicht erreichen oder die Therapie nicht vertragen, können von einer Behandlung mit Alirocumab profitieren. Der PCSK9-Inhibitor senkt effektiv und anhaltend die Werte von Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-C) und non-High-Density-Lipoprotein-Cholesterin (non-HDL-C), ohne die Blutzuckerkontrolle zu beeinträchtigen.

Quelle: Fachpressekonferenz:
„10. Hauptstadt-Symposium Diabetes 2018: Knotenpunkt Diabetologie: Interdisziplinär breit aufgestellt“; 20.1.2018, Berlin, Veranstalter: Sanofi-Aventis
Alirocumab: Praluent®  (D)

 

LIGHTNING-Studie auf dem ATTD 2018
Weniger schwere Hypos unter Insulin glargin 300 E/ml im Praxisalltag

Neue Real-world-Studienergebnisse zeigen, dass Insulin glargin 300 Einheiten/ml die Rate schwerer Hypoglykämien im Vergleich zu Insulin glargin 100 E/ml und Insulin detemir signifikant reduziert.

Quelle: Meneghini L et al.: Hypoglycemia risk associated with basal insulin use in type 2 diabetes (T2DM): The Lightning study, Abstract ATTD8-0420, 11. ATTD-Jahrestagung (Advanced Technologies and Treatments for Diabetes), Wien, 14.-17.2.2018

Krebsrisiko bei Diabetes
Frauen verlieren „onkologischen Vorteil"

Adipositas und Typ-2-Diabetes (T2DM) scheinen überlappende Risikofaktoren darzustellen für mit Adipositas zusammenhängenden Karzinomen von Mamma, Prostata und Darm. Bereits bekannt ist, dass bei kardiovaskulären Erkrankungen ein in der Gesamtbevölkerung sichtbarer Vorteil der Frauen gegenüber den Männern verschwindet, wenn man T2DM-Patienten betrachtet. In dieser Studie wurden in den Niederlanden deshalb Frauen und Männer mit T2DM hinsichtlich der Inzidenz von mit Adipositas assoziierten Karzinomen analysiert und mit der Allgemeinbevölkerung verglichen.

Quelle: Schrijnders D et al.: Sex differences in obesity related cancer ... PLoS ONE 2018; 13(1): e0190870

Diabetischer Fuß
Jährliche Kontrollen empfohlen

Das diabetische Fußsyndrom ist eine der häufigsten und gefürchtetsten Spätkomplikationen beim Diabetes mellitus, da die Amputation droht. Mit intensiver Schulung und regelmäßigen Kontrollen lässt sich eine solche verhindern. Die Leitlinie für das Management des diabetischen Fußsyndroms wurde jetzt aktualisiert.

Quelle: Hart T et al.: JAMA clinical guidelines synopsis: management of a diabtecic foot. JAMA 2017; 318: 1387-8

Diabetes und Hypercholesterinämie
Alirocumab reduziert LDL-C ohne die Blutzucker-Kontrolle zu beeinträchtigen

Menschen mit Diabetes und einer Dyslipidämie haben ein hohes kardiovaskuläres Risiko. Diese Patienten können von einer Therapie mit Alirocumab profitieren: Der PCSK9-Inhibitor senkt effektiv und anhaltend die Werte von Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-C) und non-High-Density-Lipoprotein-Cholesterin (non-HDL-C), ohne die Glucosestoffwechsellage zu verschlechtern.

Quelle: Fachpressegespräch:
„Modernes Diabetesmanagement: Die Highlights des Jahres 2017“, Berlin, 1.12.2017; Veranstalter: Sanofi-Aventis
Alirocumab: Praluent®  (D)

Fraglicher Nutzen
Hyperbare O2-Therapie bei diabetischen Ulzera

Die Amputation schwebt wie das berühmte Damoklesschwert über diabetischen Patienten mit ischämischen Beinulzera. In der „DAMO2CLES-Studie“ wurde nun untersucht, ob eine hyperbare Oxygenierungstherapie (HBOT) Ulzera besser zur Abheilung bringt und Amputationen vermeiden kann.

Quelle: Santema KTB et al.: Hyperbaric oxygen therapy in the treatment of ischemic lower extremity ulcers in patients with diabetes ... Diabetes Care 2017; Epub Oct 26: pii: dc170654, doi: 10.2337/ dc17-0654

Ernährungsmedizin
Diabetes-Prävention durch Ernährungsprofile

Zur Diabetes-Prävention wurde in Studien z. B. die Ernährung mit Vollkornprodukten, Nüssen, wenig rotem Fleisch und geringem Konsum von Alkohol und gesüßten Getränken vorgeschlagen. Da man sich aber nicht mit einzelnen Nahrungsmittelgruppen, sondern mit einer Mischung vieler unterschiedlicher Lebensmittel ernährt, ist es sinnvoll, Ernährungsprofile (Dietary Pattern, DP) zu betrachten. Häufig benutzte Profile sind die mediterrane Diät, DASH (Dietary Approaches to Stop Hypertension), HEI (Healthy Eating Index) und der alternative HEI.

Quelle: Jannasch F et al.: Dietary pattern and typ 2 diabetes ... J Nutr 2017; doi: 10.3945/jn.116.242552

Adipositas-Risiko & Rauchen
Wenn junge Erwachsene zunehmen ...

Fettleibigkeit ist weltweit eine Herausforderung. Adipositas gilt als Risikofaktor für chronische Erkrankungen wie kardiometabolische Störung, bestimmte Krebsarten wie postmenopausalen Brustkrebs, kolorektales Karzinom und insgesamt frühzeitiger Mortalität. Die Fragestellung dieser Studie war, wie sich eine Gewichtszunahme während des frühen Erwachsenenalters bis zum mittleren Alter (18 bis 55 Jahre) auf die Entwicklung metabolischer Erkrankungen auswirkt.

Quelle: Zheng Y et al.: Associations of weight gain from early to middle adulthood with major outcomes later in life. JAMA 2017; 318(3): 255-69

Kontinuierliches Glucosemonitoring bei Neugeborenen
Es ist noch ein weiter Weg!

Eine neonatale Glucoseinstabilität, einschließlich Hypoglykämie und Hyperglykämie, wird mit einer schlechteren Neuroentwicklung des Kindes in Verbindung gebracht. Das Interesse an einer routinemäßigen klinischen Anwendung der kontinuierlichen Glucosekontrolle (CGM) bei Frühgeborenen wächst ständig.

Quelle: McKinlay CJD et al.: Continuous glucose monitoring in ... Matern Health Neonatol Perinatol 2017; 3: 18

Typ-2-Diabetes
Ist Zinkchlorid eine Option?

Kann eine Supplementierung mit Zinkchlorid (ZnCl2) die Manifestation von Typ-2-Diabetes (T2DM) in einem Mausmodell mit ernährungsbedingter Fettleibigkeit verzögern? Ist die Supplementierung mit ZnCl2 in der Lage, die Glucosetoleranz und die Beta-Zellfunktion zu verbessern?

Quelle: Cooper-Capetini V: Zinc supplementation improves glucose homeostasis ... Nutrients 2017; 9: 1150

Differenzialtherapie des Typ-2-Diabetes
DPP-4-Inhibitoren als Kombinationspartner

Dipeptidyl-Peptidase-4-Inhibitoren hemmen den Abbau gastrointestinaler Inkretine und verbessern so die Blutzuckereinstellung bei Typ-2-Diabetikern. Sie können mit Insulin kombiniert werden und konkurrieren dabei mit anderen Antidiabetika.

Quelle: Yang W et al.: Addition of dipeptidyl ... J Diabetes Investig 2017; Epub Oct 19; doi: 10.111/jdi.12764

Therapie des Typ-2-Diabetes
DPP-4-Inhibitoren ergänzend zu Insulin

Das Gehirn deckt seinen hohen Energiebedarf über die Aufnahme von Glucose. Bei adipösen Typ-2-Diabetikern scheint diese Versorgung gestört zu sein. Damit lassen sich verschiedene pathologische Prozesse erklären.

Quelle: Hwang JJ et al.: Blunted rise in brain glucose levels during ... JCI Insight 2017; 2(20): e95913

Typ-2-Diabetes
Neue Daten zum guten alten Metformin

Ein aktueller systematischer Review ergab, dass Metformin hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit durchaus mit anderen Antidiabetika vergleichbar ist, dem Sulfonylharnstoff aber bzgl. Sicherheit sogar überlegen ist.

Quelle: Schlender L et al.: Efficacy and safety of metformin in the management of type 2 diabetes mellitus in older adults: BMC Geriatrics 2017, 17(Suppl 1): 227

Williams-Beuren-Syndrom
Auf Diabetes achten!

Das Williams-Beuren-Syndrom ist eine seltene genetische Erkrankung, wobei mehrere Mutationen auf dem langen Arm des Chromosoms 7 vorliegen. Es gibt typische Merkmale, die man kennen sollte.

Quelle: Lunati ME et al.: Impaired glucose metabolism in subjects with the Williams-Beuren syndrome: a five-year follow-up cohort study. PLoS One 2017; doi: 10.1371/journal.pone. 0185371

Problem: Insulinpumpe
Wie sicher sind Batterien und Netzteile?

Insulinpumpen erleichtern die Therapie von Patienten mit Typ-1-Diabetes. Doch Insulinpumpen – und hier vor allem Batterien und Netzteile – können versagen. Deshalb untersuchte eine japanische Forschergruppe nun, wie es um die Sicherheit von Insulinpumpen bzw. die verwendeten Batterien und Netzteile steht.

Quelle: Murata T et al.: The safety of the batteries and power units used in ... J Diab Invest 2017: Epub Nov 28; doi 10.1111/jdi.12765

Pharma Neu
Gliptine auf FORTAListe

Die FORTA-Liste („fit for the aged“) ist eine Zusammenstellung von für ältere Patienten geeigneten Medikamenten. Die Liste entsteht auf Basis von Studienevidenz und ist zugleich „real-life-orientiert“. Die höchste „Kategorie A“ bedeutet, dass ein ...

GLP-1-unterstützte Therapie für Insulin-Einsteiger

Eine Alternative zur Basalinsulin-unterstützten oralen Diabetestherapie (BOT) ist die GLP-1-unterstützte Therapie (GUT) mit Dulaglutid (Trulicity®). Ein Vorteil dieser Option ist die unkomplizierte Anwendung von Dulaglutid, die in Patientenerhebungen als einfach bzw. sehr einfach ...

Anti-Aging-Antidiabetikum
Länger leben mit Metformin

Seit man herausgefunden hat, dass Gene einen Einfluss auf Alterungsprozesse haben, wird nach Mitteln und Wegen gesucht, die das Leben verlängern und altersbedingte Erkrankungen hinauszögern können. Möglicherweise könnte Metformin so ein Mittel sein.

Quelle: Chen J et al.: Metformin extends C. elegans lifespan through lysosomal pathway. Elife 2017; Epub Oct 13; doi: 10.7554/eLife.31268

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