Diabetes

Stresshyperglykämie mit Folgen

Stresshyperglykämie ist ein Warnschuss. Das zeigte eine retrospektive Kohortenstudie von 86 634 Patienten im Alter von 40 Jahren und älter, die als Notfall stationär aufgenommen werden mussten. Das Risiko, in den nächsten drei Jahren einen Diabetes zu entwickeln, lag bei einem Blutzuckerspiegel von ...

Quelle: McAllister DA et al.: Stress hyperglycaemia in hospitalised patients and their 3-year risk of diabetes. PLoS Med 11 (2014)

Diabeteskongress 2018
Diabetes: Das Lipidprofil im Fokus

Menschen mit Diabetes, die unter einer maximalen diätetischen und lipidsenkenden Standardtherapie ihre Lipid-Zielwerte nicht erreichen, oder die diese nicht vertragen, können von der Behandlung mit einem PCSK9-Hemmer profitieren: Alirocumab senkt effektiv das Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (LDL-C) und weitere atherogene Lipoproteine, ohne die Blutzuckerkontrolle zu beeinträchtigen.

Quelle: Symposium:
„Verbesserung der Therapie als Schlüssel für den Behandlungserfolg”, im Rahmen des Deutschen Diabetes Kongresses; Berlin, 9.5.2018; Veranstalter: Sanofi-Aventis
Alirocumab: Praluent®  (D)

Diabetestherapie
Gerade bei älteren Patienten ist Sitagliptin vorteilhaft

Bei älteren Patienten gilt für die Diabetestherapie: Sicherheit geht vor Wirksamkeit. Und dabei spricht vieles für Sitagliptin als Kombinationspartner oder Alternative für Metformin.

Quelle: Satellitensymposium:

„Typ-2-Diabetes – (k)eine Frage des Alters“ im Rahmen des DDG-Kongress 2018, Berlin, 9.5.2018, Veranstalter: Berlin-Chemie AG

Sitagliptin: Xelevia®

Typ-2-Diabetes
Das kardiovaskuläre Risiko im Blick haben

Fast jeder zweite Diabetespatient leidet zugleich an einer makrovaskulären Komorbidität. Für diese Personen ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit der medizinischen Fachgruppen besonders wichtig, um das kardiovaskuläre Risiko zu reduzieren. Der SGTL2-Hemmer Empagliflozin kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten.

Quelle: Satelliten-Symposium:

„Typ-2-Diabetiker mit assoziierter Gefäßerkrankung im klinischen Alltag: Was kommt nach Metformin?“, im Rahmen des DDG-Kongress 2018, Berlin, 9.5.2018; Veranstalter: Boehringer Ingelheim/Lilly
Empagliflozin: Jardiance®

Mögliche Nebenwirkung der Krebstherapie
Nivolumab und Autoimmundiabetes

Der monoklonale Antikörper Nivolumab wirkt indirekt antitumoral, indem er die gegen die Krebszellen gerichtete Immunantwort stimuliert. Allerdings steigt unter der Behandlung das Risiko für Autoimmunendokrinopathien. Auch ein insulinpflichtiger Diabetes kann durch Nivolumab induziert werden, berichteten nun US-Wissenschaftler.

Quelle: Zaied AA et al.: New-onset insulin-dependent diabetes due to ... Endocrinol Diabetes Metab Case Rep 2018; pii: 17-0174. doi: 10.1530/EDM-17-0174

Bakterien aus dem Gleichgewicht
Was „prädiabetische Dysbiose" verrät

Typ-2-Diabetes sorgt für Veränderungen in der Darmflora – Metformin allerdings auch. Um die relevanten dysbiotischen Prozesse unbeeinflusst zu entschlüsseln, untersuchten dänische Forscher daher nun den Darm von Prädiabetikern.

Quelle: Allin KH et al.: Aberrant intestinal microbiota in individuals with prediabetes. Diabetologia 2018; 61: 810-20

Gestationsdiabetes
Warnzeichen für spätere Glucoseintoleranz

Eine gestörte Glucosetoleranz in der Schwangerschaft erhöht das Komplikationsrisiko für Mutter und Kind ebenso wie die Wahrscheinlichkeit eines späteren Typ-2- Diabetes. Japanische Forscher suchten nach Prädiktoren für eine gestationsbedingte Insulinpflicht und postpartal anhaltende Glucoseintoleranz.

Quelle: Nishikawa T et al.: One-hour OGTT plasma glucose at GDM diagnosis is a common predictor of the need for insulin ... J Diabetes Investig 2018; Epub Apr 6; doi: 10.1111/jdi.12848

Prognose der Nephropathie
Neue Biomarker dringend gesucht

Die diabetische Nephropathie ist bei vielen Diabetikern der lebensbegrenzende Faktor. Es wäre hilfreich, mit neuen Biomarkern die Prognose abschätzen zu können.

Quelle: Colhoun HM, Marcovecchio ML: Biomarkers of diabetic kidney disease. Diabetologia 2018; 61: 996- 1011

Diabetiker mit Farbsehstörungen
Auch an Schlafapnoe denken!

Bei Personen mit einer Blausehschwäche, der sogenannten Tritanomalie, ist aufgrund eines Defekts bestimmter Photorezeptoren auf der Netzhaut die Wahrnehmung des blauen Farbenspektrums gestört. Bei Diabetikern steht diese Sehstörung möglicherweise in Zusammenhang mit einer niedrigen arteriellen Sauerstoffsättigung, beispielsweise in Folge einer obstruktiven Schlafapnoe.

Quelle: Raman R et al.: Partial reversal of color vision impairment in type 2 diabetes associated with obstructive sleep apnea. GMS Ophthalmol Cases 2018; 8: Doc05. doi: 10.3205/oc000087

Prävention von Typ-2-Diabetes
Ballaststoffe bringen wenig

In großen prospektiven Studien haben unlösliche Ballaststoffe eine hocheffektive präventive Wirkung gegen die Entstehung von Typ-2-Diabetes gezeigt. In der OptiFiT-Studie versuchte man dies nun auch mit einer entsprechenden Intervention nachzuweisen. Eine große präventive Wirkung blieb zwar aus, ein paar kleine Effekte gab es.

Quelle: Honsek C et al.: Fibre supplementation for the prevention of type 2 diabetes and improvement of glucose metabolism ... Diabetologia 2018; Epub Feb 28; doi: 10.1007/s00125-018-4582-6

Prävention des Typ-1-Diabetes
Endlich Durchbruch für orales Insulin?

Schon länger kursiert die These, dass oral verabreichtes Insulin bei Disposition zu Typ-1-Diabetes die Manifestation des Leidens verhindern könne. Bisher konnte sie aber nicht klar belegt werden.

Quelle: Krischer JP et al.: Effect of oral insulin on prevention of diabetes ... JAMA 2017; 318: 1891-1902

Blutdrucksenkung bei Diabetikern
In 5 Minuten alles über Zielblutdruck wissen

Aktuelle Leitlinien sind sich bezüglich des optimalen Zielblutdrucks von hypertonen Typ-2-Diabetikern nicht einig: Mal wird 140/90, mal 130/80 mmHg als Ziel genannt. Jetzt suchten Autoren aus Italien alle verfügbaren Daten zusammen und gaben eine praxistaugliche, umfassend evidenzbasierte Empfehlung ab.

Quelle: Mancia G, Grassi G: Blood pressure targets in type 2 diabetes. Evidence against or in favour of an aggressive approach. Diabetologica 2018; 61: 517-25

Periphere Neuropathie
Hohe Prävalenz bei jungen Diabetikern

Die zunehmende Prävalenz von Typ-1- und Typ-2-Diabetes bei Jugendlichen lässt befürchten, dass Diabeteskomplikationen bei jungen Erwachsenen häufiger werden. Was sind bei ihnen die Risikofaktoren für eine periphere Neuropathie?

Quelle: Jaiswal M et al.: Prevalence of and risk factors for diabetic ... Diab Care 2017; 40: 1226-32

Metformin standardmäßig mit Sitagliptin ergänzen

Wenn Metformin alleine nicht ausreicht, um einen Typ-2-Diabetes ausreichend einzustellen, stellt der DPP4-Hemmer Sitagliptin aus mehreren Gründen die Standardoption dar: Gute Verträglichkeit, kein Hypoglykämie-Risiko, Gewichtsneutralität, kardiovaskuläre Sicherheit und Einsetzbarkeit bei jedem Grad von Niereninsuffizienz.

Quelle: Symposium:

„Metabolisches Syndrom – ein multifaktorielles Krankheitsgeschehen“, im Rahmen des DGIM-Kongress 2018; Mannheim, 15.4.2018; Veranstalter: Berlin-Chemie
Sitagliptin: Xelevia®

Prävention von Typ-2-Diabetes
Risiko besser einschätzen mittels HbA1c – so funktioniert's!

Typ-2-Diabetes ist nach wie vor ein immenses Gesundheitsproblem und eine frühzeitige Identifikation von besonders gefährdeten Personen von äußerster Wichtigkeit. In einer aktuellen Metaanalyse zeigten US-amerikanische Forscher, wie man das Risiko am HbA1c zuverlässig einschätzen kann – selbst ohne weitere Labordiagnostik.

Quelle: Leong A et al.: Prediction of type 2 diabetes by hemoglobin A1c in two community-based cohorts. Diabetes Care 2018; 41(1): 60-8

Postprandiale Blutzuckerkontrolle
Diabetiker profitieren von Muskeltraining

Bei vielen Typ-2-Diabetikern kommt es nach den Mahlzeiten zu einem starken Anstieg des Blutzuckerspiegels. Wie effektiv diesen postprandialen Blutzuckerspitzen durch passive Muskeldehnung oder Kraftübungen entgegengewirkt werden kann, haben indische Wissenschaftler untersucht.

Quelle: Gurudut P et al.: Immediate effect of passive static stretching ... J Exerc Rehabil 2017; 13(5): 581-7; doi: 10.12965/jer.1735032.516

Typ-2-Diabetiker mit KHK-Risiko
Die kardiovaskuläre Prognose eruieren

Eine gute physische Belastbarkeit korreliert bei Diabetikern mit einem günstigen Verlauf. Ob dies auch für asymptomatische Patienten mit schlechtem Risikoprofil gilt, war bisher nicht ausreichend geklärt.

Quelle: Caobelli F et al.: Prognostic usefulness of cardiac stress test ... Am J Cardiol 2017; 120: 1098-1103

Diabetesmanagement
Wirkprofil von Basalinsulin nahe an der Physiologie

Seit ihrer Entstehung hat die Insulintherapie sich kontinuierlich weiterentwickelt. Moderne Insuline ermöglichen heute eine patientenorientierte und individuelle Behandlung des Diabetes.

Quelle: Fachpressekonferenz:

„Insulintherapie gestern und heute: Fortschritt für ein modernes Diabetesmanagement“, München, 23.2.2018; Veranstalter: Sanofi

Insulin glargin 300 E/ml: Toujeo®  (D)

 

Diabetestherapie mit Dulaglutid
Nierenschonend und gut kombinierbar

Der seit drei Jahren verfügbare GLP-1-Rezeptor- Agonist Dulaglutid hat sein günstiges Wirk- und Sicherheitsprofil im umfangreichen AWARD-Studienprogramm bewiesen. Daten aus dem Praxisalltag bestätigen die guten Ergebnisse.

Quelle: Fachpressekonfernz: „Wirksam kann so einfach sein; Einblicke in drei Jahre Klinik und Praxis mit Trulicity®“, Bad Homburg, 21.3.2018, Veranstalter: Lilly Dulaglutid: Trulicity® (D, A, CH)

Diabetische Polyneuropathie
Schmerz zeigt Nervenschäden an

Neuropathischer Schmerz entsteht durch unterschiedliche pathophysiologische Mechanismen. Klinisch ist es wichtig, diese Mechanismen zu verstehen, um eine geeignete Therapie wählen zu können. Jetzt stellte man an einer umfangreichen Kohorte fest, dass der Anteil des Schmerzes bei distal-symmetrischer sensomotorischer diabetischer Polyneuropathie (DSPN) auf das Ausmaß der neuronalen Schädigung schließen lässt.

Quelle: Raputova J et al.: Sensory phenotype and risk factors for painful diabetic neuropathy: a cross-sectional observational study. Pain 2017; 158: 2340-53

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