Schwanger mit Typ-1-Diabetes | Praxis-Depesche 9/2007

Ab welchem HbA1c droht Gefahr?

Wenn Typ-1-Diabetikerinnen während der Schwangerschaft immer hohe HbA1c-Werte haben, ist das Risiko für Fehl- oder Totgeburten und schwere Missbildungen deutlich erhöht. Gibt es einen kritischen HbA1c-Grenzwert?

In Nordjütland wurden 573 Schwangerschaften von 301 Frauen mit Typ-1-Diabetes verfolgt. Das Ergebnis galt als „gut“, wenn die Babies ohne schwere Missbildungen überlebten, als „ungünstig“ bei Spontan- und therapeutischen Aborten, Totgeburten oder schweren Missbildungen. Bei 29% der Schwangerschaften kam es zu Komplikationen.

Während der Verlauf in der untersten Quintile des HbA1c im ersten Trimester (unter 7%) bei 12% ungünstig war, waren es in der höchsten Quintile (HbA1c über 10,3%) 79%. Ab 7% stieg das Risiko linear an (um 5,5% pro 1%).

Dennoch kamen bei 21% der Schwangerschaften mit HbA1c-Werten über 10% gesunde Kinder zur Welt und 15% der Schwangerschaften mit Werten unter 6% im ersten Trimester endeten mit Verlust oder Miss­bildung des Kindes. (GW)

Quelle: Nielsen, GL: HbA1c in early diabetic pregnancy and pregnancy outcomes, Zeitschrift: DIABETES CARE, Ausgabe 29 (2006), Seiten: 2612-2616

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