AT1-Rezeptor-Antagonisten | Praxis-Depesche 11/2004

Äquivalenzdosen erleichtern Präparatewechsel

Pharmakologen aus Lübeck haben die verfügbaren Quellen ausgewertet, um dem Arzt Äquivalenzdosen für die erhältlichen AT1-Blocker an die Hand zu geben.

Der erste AT1-Antagonist, Losartan, wurden vor sieben Jahren in Deutschland eingeführt. Es folgten Valsartan, Candesartan, Eprosartan und Irbesartan, zuletzt Telmisartan und Olmesartan. Nach derzeitigem Kenntnisstand - Quelle sind insgesamt 18 publizierte Vergleichsstudien - können in etwa folgende Äquivalenzdosen angenommen werden (die Dosis, bei der eine mittlere diastolische Blutdrucksenkung von 8 bis 10 mmHg - Trough-Wert, im Sitzen gemessen - bei Hypertonie Stadium I bis II erreicht wird): Losartan 100 mg = Valsartan 160 mg = Irbesartan 150 mg = Telmisartan 40 mg = Olmesartan 20 mg = Candesartan 16 mg = Eprosartan 800 mg. Die Autoren merken an, dass es anhand der publizierten Studien nur möglich ist, die Äquivalenzdosen als ungefähres Maß für einen Vergleich zu bewerten. Dabei stammt die Angabe für Eprosartan aus einer Untersuchung, die die Substanz nur mit Plazebo verglichen hat. (UB)

 

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Quelle:

Dominiak, P: Äquivalenzdosen der in Deutschland verfügbaren AT1-Rezeptor-Antagonisten, Zeitschrift: DEUTSCHE MEDIZINISCHE WOCHENSCHRIFT, Ausgabe 128 (2003), Seiten: 2315-2318

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