| Praxis-Depesche 4/2005

Afrikanisches Zeckenbissfieber

Ein Reisender, der von einem Abenteuer-Urlaub aus Südafrika zurückkehrte, stellte sich mit einer genitalen Ulzeration und makulopapulösem Hautausschlag vor.

Wegen V. a. afrikanisches Zeckenbissfieber wurde ein ELISA auf Antikörper gegen Rickettsien angesetzt. Während der Akutphase konnten keine Antikörper nachgewiesen werden, in der Rekonvaleszenz waren dagegen IgG- und IgM-Antikörper positiv. Der Patient erhielt Doxycyclin und war danach beschwerdefrei. Ricketsiosen wie Fleckfieber und afrikanisches Zeckenbissfieber sind in den Ländern südlich der Sahara endemisch. Rickettsia africae, die Verursacherin des Zeckenbissfiebers, wird durch Viehzecken übertragen. Zu den Symptomen zählen neben einer verschorften Inokulationsstelle makulopapulöser Hautausschlag, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Der Ulzeration an der Eintrittspforte kommt diagnostische Bedeutung zu. Sie ist typischerweise an den Beinen lokalisiert und oft von einer regionalen Lymphadenopathie begleitet. Die Inkubationszeit beträgt zwischen vier und zehn Tagen. (JW)

Quelle: Abgueguen, P: A traveler returning from South Africa with rash and genital ulceration, Zeitschrift: CLINICAL INFECTIOUS DISEASES, Ausgabe 38 (2004), Seiten: 908-909

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