Mammakarzinom in der Postmenopause

Praxis-Depesche 15/2006

Aktuelle Ergebnisse bestätigen Wirkung von Aromatase-Inhibitor

Eine geplante Interim-Analyse der MA-17-Studie hatte 2003 gezeigt, dass Letrozol nach Tamoxifen-Therapie gegeben, das krankheitsfreie Überleben postmenopausaler Patientinnen mit Mammakarzinom im Frühstadiumsignifikant verbessert. Die Studie wurde danach entblindet. Nun wurden auf dem ASCO weitere Daten publiziert.

In der adjuvanten Therapie des Mam ma karzinoms galt Tamoxifen lange Zeit als Standard. Eine Tamoxifen Therapie über mehr als fünf Jahre bringt aber keine besseren Ergebnisse mehr; das Risiko von Nebenwirkungen steigt; eine Rezidiv-gefahr besteht weiterhin. In der Phase-III-Studie MA-17 wurde der Einfluss von Letrozol nach fünf jähriger Tamoxifen-Einnahme auf das krankheitsfreie Überleben von Frauen nach der Menopause mit rezeptorpositivem Mammakarzinom oder unbekanntem Rezeptorstatus untersucht. Nach einer medianen Beobachtungsdauer von 2,5 Jahren war im Vergleich zu Plazebo das Rezidivrisiko um 42% geringer. Dabei spielten der Lymph knotenstatus der Patientinnen sowie eine evtl. vorher durchgeführte Chemotherapie keine Rolle. Das Risiko für das Auftreten von Fernmetastasen war um 40% geringer. Bei den rund 2500 Lymph knoten-positiven Patientinnen wurde das Mortalitätsrisiko unter Letrozol gegenüber Plazebo um 39% gesenkt. Das Nebenwirkungsspektrum unter dem Aromatase-Inhibitor war weitgehend vergleichbar mit Plazebo.Veränderungen des Knochenstoffwechsels gingen aber nicht mit einer signifikanten Erhöhung der Frakturrate einher.

Quelle: Goss, PE: Preventing relapse beyond 5 years: the MA. 17 extended adjuvant trial, Zeitschrift: SEMINARS IN ONCOLOGY, Ausgabe 33 (2006), Seiten: S8-S12
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