| Praxis-Depesche 1/2009

Allergie beeinflusst den Asthma-Schweregrad nicht

Allergien spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Asthma. Ob dieser Risikofaktor auch einen Einfluss auf den Schweregrad der Erkrankung hat, wurde in einer Studie mit weiblichen Patienten untersucht.

In die Studie wurden 102 Frauen, die die Kriterien der Global Initiative for Asthma (GINA) erfüllten, eingeschlossen. Das Durchschnittsalter betrug 51,7 Jahre, die Erkrankung dauerte im Schnitt bereits 7,8 Jahre. Das Vorliegen einer Allergie wurde anhand von Prick-Tests und IgE im Serum ermittelt.

Nach den GINA-Kriterien lag bei 16,7% der untersuchten Frauen ein leichtes intermittierendes Asthma vor, bei 27,2% leichtes persistierendes Asthma, bei 33,4% mittelschweres und bei 22,5% schweres persis­tierendes Asthma. Als atopisch wurden 56 Patientinnen eingestuft; die zwei häufigsten Allergene waren Milben (37,2%) und Pollen (36,3%). Bezüglich des Asthma-Schweregrades, der Lungenfunktion (FEV1), des Alters, des Raucherstatus sowie der Erkrankungsdauer bestanden keine signifikanten Unterschiede zwischen den als atopisch und nicht-atopisch eingestuften Asthmatikerinnen. Der durchschnittliche IgE-Spiegel – 190,3 IU/ml in der Gesamtgruppe – zeigte eine steigende Tendenz in Abhängigkeit vom Asthma-Schweregrad, der Unterschied war jedoch statistisch nicht signifikant. JC

?! Die Resultate der Studie zeigen, dass Risikofaktoren, die an der Entstehung einer Erkrankung beteiligt sind, nicht immer auch den Schweregrad der Erkrankung beeinflussen.
Quelle: Ozol, D: Influence of atopy on athma severity in adult female patients, Zeitschrift: JOURNAL OF INVESTIGATIONAL ALLERGOLOGY AND CLINICAL IMMUNOLOGY, Ausgabe 18 (2008), Seiten: 36-40

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