Koronare Herzkrankheit

Praxis-Depesche 4/2003

Antibiotikum senkt Ischämie-Risiko

Die KHK ist ein entzündliches Leiden, das möglicherweise auch durch Infektionen verursacht wird. Wie sich eine Behandlung mit Antibiotika auf die Prognose der KHK auswirkt, war bislang unklar. Nun untersuchten finnische Ärzte, ob Clarithromycin Morbidität und Mortalität von Patienten mit ST-T-Veränderungen senken könnte.

Insgesamt 148 Patienten mit akutem Non-Q-wave-Infarkt oder instabiler Angina pectoris wurden randomisiert und doppelblind drei Monate lang entweder mit Clarithromycin oder mit Plazebo behandelt. Während der Beobachtungsdauer von durchschnittlich 555 Tagen zeigte sich ein Trend zu einer niedrigeren Inzidenz von Infarkten, instabiler Angina pectoris und Todesfällen bei den Verumpatienten (elf vs. 19 unter Plazebo; relatives Risiko 0,54). Am Ende des gesamten Follow-up hatten 16 Patienten der Verumgruppe und 27 Probanden im Plazebokollektiv ein kardiovaskuläres Ereignis durchgemacht (RR 0,49).

Quelle: Sinisalo, J: Effect of 3 months of antimicrobial treatment with clarithromycin in non-Q-wave cronary syndrome, Zeitschrift: CIRCULATION, Ausgabe 105 (2002), Seiten: 1555-1560
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