Psoriasis vulgaris | Praxis-Depesche 10/2018

Assoziation mit metabolischem Syndrom

Die Psoriasis vulgaris ist stark mit dem metabolischen Syndrom assoziiert. Beide Erkrankungen teilen sich verschiedene Risikofaktoren und Pathomechanismen.
In einer aktuellen Metaanalyse lag die Prävalenz des metabolischen Syndroms bei Psoriasis- Patienten zwischen 20% und 50%, also mindestens doppelt so hoch wie bei Menschen ohne diese Hauterkrankung. Zudem bestand eine enge Verbindung zwischen Schwere und Ausmaß der Psoriasis und dem metabolischen Syndrom. Im Vergleich mit nicht betroffenen Menschen bestand bei den Psoriasis-Patienten eine signifikant höhere Prävalenz in allen Komponenten des metabolischen Syndroms: abdominale Adipositas (OR 2,1-3,8), Hypertonie (OR 1,2-2,6) und erhöhte Nüchternglucose (OR 1,2-4,6).
Konventionelle systemische Therapien sollten bei Psoriasis-Patienten mit metabolischem Syndrom mit Vorsicht angewendet werden, da sie die gleichzeitig bestehenden Stoffwechselstörungen beeinträchtigen könnten. Biologika scheinen im Vergleich zu herkömmlichen Behandlungen ein besseres Sicherheitsprofil zu haben und werden normalerweise toleriert. Dermatologen sollten ihren Patienten daher bei Bedarf eine Gewichtsreduktion und regelmäßige Bewegung nahelegen. GS

Quelle: Gisondi P et al.: Psoriasis and the metabolic syndrome. Clin Dermatol 2018; 36: 21-8
ICD-Codes: L40.0

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