Stress-Inkontinenz | Praxis-Depesche 7/2001

Beckenbodentraining: Lust und Lebensqualität

Dass Beckenbodentraining bei idiopathischer Stressinkontinenz Kraft und Funktion der Beckenbodenmuskulatur erhöht und die Urodynamik verbessert, konnte bereits nachgewiesen werden. Wie es sich auf allgemeine Lebensqualität und sexuelle Aktivität der Betroffenen auswirkt, wurde jetzt untersucht.

In die randomisierte Studie wurden 50 Frauen mit idiopathischer Stress-Inkontinenz aufgenommen. Die Teilnehmer der Trainingsgruppe hatten dreimal täglich acht bis zwölf maximale Kontraktionen der Beckenbodenmuskeln auszuführen. Zusätzlich übten sie 45 Minuten pro Woche in Gruppen. Die Intervention dauerte sechs Monate; einmal monatlich überprüfte man Muskelkraft und Motivation. Die allgemeine Lebensqualität wurde durch die Inkontinenz nicht sonderlich beeinträchtigt. Der krankheitsspezifische Fragebogen zeigte aber, dass körperliche Aktivitäten und Sexualleben doch eingeschränkt waren. Die Zahl der Frauen, die wegen der Inkontinenz Probleme im gesellschaftlichen Leben, beim Sex oder bei körperlichen Aktivitäten hatten, war nach sechs Monaten Training signifikant gesunken. (EH)

Quelle: Bo, K: Randomized controlled trial on the effect of pelvic floor muscle training on quality of life and sexual problems in genuine stress incontinent women, Zeitschrift: ACTA OBSTETRICIA ET GYNECOLOGICA SCANDINAVICA, Ausgabe 79 (2000), Seiten: 598-603

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