Dr. Kade / Besins

Praxis-Depesche 8/2021

Bei männlicher Depression an Testosteronmangel denken

Das männliche Sexualhormon Testosteron beeinflusst nicht nur die physischen Körperfunktionen wie Muskelstärke oder penile Erektion – es hat auch eine Wirkung auf die Psyche des Mannes.
Brachte man früher risikoaffines und aggressives Verhalten in Zusammenhang mit hohen Testosteronspiegeln im Blut, so sieht man die Zusammenhänge heute differenzierter. Man weiß, dass Testosteron vielmehr Verhaltensweisen fördert, die auf den Erhalt des sozialen Status bzw. auf eine generelle Motivation zielen. Dieser Erkenntnis folgend kann ein symptomatischer Testosteronmangel (sogenannter Hypogonadismus) beim Mann zum Beispiel zu Niedergeschlagenheit, reduzierter Selbstwahrnehmung und sogar zu einer manifesten Depression führen – und dadurch die Lebensqualität stark einschränken.
Leidet ein Mann unter einem Hypogonadismus, kann eine Testosterontherapie nicht nur die typischen Beschwerden bessern, sondern sich auch positiv auf die psychologisch-psychiatrische Komorbidität auswirken. Deshalb ist es auch für Hausärzte wichtig, die Zusammenhänge zwischen Testosteron und Psyche zu kennen. Bei Verdacht auf einen Testosteronmangel sollte immer der Testosteronspiegel des Patienten bestimmt werden. Falls notwendig kann der Patient dann mit einem Testosteronpräparat (zum Beispiel Testogel® Dosiergel) behandelt werden.
ICD-Codes: F32.9
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