Chronische myeloische Leukämie

Praxis-Depesche 24/2003

Bessere molekulare Reaktion und Prognose unter Imatinib

Die chronische myeloische Leukämie ist gekennzeichnet durch das Philadelphia-Chromosom, das Produkt einer reziproken Translokation von Chromosomen-Bruchstücken; dabei entsteht ein neues Fusionsgen, das BCR-ABL. Dieses exprimiert eine Tyrosinkinase, die in der Pathogenese der CML von zentraler Bedeutung ist.

In einem Vergleich von Imatinib und Interferon alfa plus Cytarabin als Ersttherapie der CML wurden die Spiegel an BCR-ABL-Transkripten im Blut von 1106 Patienten zum Zeitpunkt ihrer ersten zytogenetischen Remission (Verschwinden des Philadelphia-Chromosoms) gemessen und danach noch mehrere Male. Nach zwölf Monaten Behandlung waren die BCR-ABL-Transkript-Spiegel bei 57% der Imatinib- und bei 24% der INF alpha-Patienten mit vollständiger zytogenetischer Remission um mindestens 3 log gefallen. Für diese Patienten betrug die Wahrscheinlichkeit, nach 24 Monaten progressionsfrei zu sein, 100%. Bei Abnahme der Transkript-Spiegel um weniger als 3 log lag sie bei 95%, für Patienten ohne komplette zytogenetische Remission bei 85%.

Quelle: Hughes, TP: Frequency of major molecular reponses to imatinib of interferon alfy polus cytarabine in newly diagnosed chronic myeloid leukemia, Zeitschrift: NEW ENGLAND JOURNAL OF MEDICINE, Ausgabe 349 (2003), Seiten: 1423-1432
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