Praxis-Depesche 14/2006

Bilaterales Engwinkelglaukom durch Arzneien

Eine 42-jährige Patientin stellte sich mit starken temporalen Kopfschmerzen vor. Seit zwei Wochen bestanden Übelkeit und Myalgien, gefolgt von Visusverschlechterung. Beide Augen waren gerötet. Es fand sich ein erhöhter Augeninnendruck von 40 mmHg rechts und 44 mmHg links (NW: 0-20). Die Gonioskopie zeigte einen verschlossenen iridocornealen Winkel und ein Hornhautödem beidseits. Mit Augentropfen konnte der Augeninnendruck gesenkt werden. Eine periphere Laser-Iridotomie beidseits führte schließlich zur Wiederherstellung des Visus. Zwei Wochen zuvor hatte die Patientin ein neues Antihypertensivum, eine Kombination aus Irbesartan und Hydrochlorothiazid, ein weit verbreitetes Diuretikum auf Sulfonamidbasis, eingenommen.

Eine 42-jährige Patientin stellte sich mit starken temporalen Kopfschmerzen vor. Seit zwei Wochen bestanden Übelkeit und Myalgien, gefolgt von Visusverschlechterung. Beide Augen waren gerötet. Es fand sich ein erhöhter Augeninnendruck von 40 mmHg rechts und 44 mmHg links (NW: 0-20). Die Gonioskopie zeigte einen verschlossenen iridocornealen Winkel und ein Hornhautödem beidseits. Mit Augentropfen konnte der Augeninnendruck gesenkt werden. Eine periphere Laser-Iridotomie beidseits führte schließlich zur Wiederherstellung des Visus. Zwei Wochen zuvor hatte die Patientin ein neues Antihypertensivum, eine Kombination aus Irbesartan und Hydrochlorothiazid, ein weit verbreitetes Diuretikum auf Sulfonamidbasis, eingenommen.

Unter den Sulfonamiden ist diese Reaktion beim Antiepileptikum Topiramat am häufigs ten. Aber auch Warfarin, ACE-Hemmer, SSAR, An ti histaminika und Anticholinergika sowie adrenerge und cholinerge Substanzen können Glaukom-Anfälle auslösen.

Quelle: Rahim, SA: Blinded by pressure and pain, Zeitschrift: THE LANCET, Ausgabe 365 (2005), Seiten: 2244

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