Akutes Koronarsyndrom

Praxis-Depesche 3/2006

BNP ist wichtiger prog nostischer Verlaufsparameter

Das natriuretische Peptid Typ B (BNP) wird in Herzmuskelzellen gebildet. Nach myokardialer Ischämie werden erhöhte BNP-Werte gemessen. Die Mortalität ist deutlich erhöht, wenn noch sieben Tage nach einem akuten Koronarsyndrom erhöhte BNP-Werte gemessen werden. Bisher wurde noch nicht untersucht, welchen prognos tischen Stellenwert das BNP nach akutem Koronarsyndrom als langfristigen Verlaufsparameter hat.

In einer prospektiven Studie wurden Daten von 4497 Patienten ausgewertet, die ein akutes Koronarsyndrom (mit oder ohne ST-Hebung) erlitten hatten. Die BNP-Werte wurden zu Beginn der Studie und nach vier und zwölf Monaten gemessen und mit dem Verlauf korreliert.

Das Risiko für Tod jeder Ursache oder für das Auftreten einer Herzinsuffizienz war stark von der Höhe der BNP-Werte abhängig. Hatten die Patienten zu Beginn der Studie BNP-Werte über 80 pg/ml, verdoppelte sich das Mortalitätsrisiko. Traten erhöhte BNP-Werte erst im Verlauf auf, erhöhte sich das Risiko von Tod oder einer Herzinsuffizienz deutlich. Das höchste Mortalitätsrisiko hatten die Patienten, bei denen permanent erhöhte BNP-Werte zu messen waren.

Quelle: Morrow, DA: Prognostic value of serial B-type natriuretic peptide testing during follow-up of patients with unstable coronary artery disease, Zeitschrift: JAMA : THE JOURNAL OF THE AMERICAN MEDICAL ASSOCIATION, Ausgabe 294 (2005), Seiten: 2866-2871
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