Praxis-Depesche 23/2007

Celecoxib bei Bechterew: verzögerte Krankheitsprogression, gute Verträglichkeit

Beim Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) hat sich die antientzündliche Dauerbehandlung mit NSAR bewährt. Dabei muss man allerdings auf gastrointestinale Probleme achten. Seit kurzem steht Celecoxib als erstes COX-2-selektives NSAR für diese Therapie zur Verfügung.

Unter kontinuierlicher NSAR-Gabe zeigen Bechterew-Patienten eine geringere radiologische Progression als unter reiner Bedarfstherapie. Mit Celecoxib ist das gastrointestinale Risiko einer Dauerbehandlung drastisch reduziert. In einer Studie mit 215 Bechterew-Patienten kam es unter kontinuierlicher Celecoxib-Medikation bei über 50% der Behandelten zu einer radiologisch gesicherten Verzögerung der Krankheitsprogression, berichtete J. Sieper, Berlin.

Im Vergleich zu Diclofenac hat sich in einer randomisiert-kontrollierten Doppelblindstudie mit 458 Patienten Celecoxib als ebenso wirksam erwiesen, war jedoch gastrointestinal deutlich besser verträglich. Gastrointestinale Ereignisse traten unter Diclofenac (2 x 75 mg/d) bei 29% der Patienten auf, unter Celecoxib (200 mg 1 x bzw. 2 x täglich) bei 15% bzw. 16,7%. Nach zwölf Therapiewochen war die Schmerzintensität (VAS-Skala) unter der höheren Celecoxib-Dosis um mehr als 30% zurückgegangen, ähnlich wie unter Diclofenac.

Nach den ASAS/EULAR-Empfehlungen sind NSAR Mittel der ersten Wahl bei Morbus Bechterew. TNF-Blocker kommen zum Zug, wenn NSAR nicht greifen. Der COX-2-Hemmer Celecoxib ermöglicht eine effektive Dauertherapie des Bech­terew bei guter gastrointestinaler Verträglichkeit. (djb)

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