| Praxis-Depesche 16/2005

Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS)

Fortbildungskolleg Praxis-Depesche 2005 Praxis-Depesche und GFI. Gesellschaft für medizinische Information, München, bieten zusätzlich zur gedruckten Wissensvermittlung "Fortbildung live" an: hochkarätige Vorträge zu einem breiten Themenspektrum, gehalten von ausgewiesenen Fachleuten auf dem jeweiligen Gebiet. Mit einer Prävalenz von 5 bis 7% hat das OSAS den Charakter einer Volkskrankheit, wobei hauptsächlich Männer betroffen sind. Das OSAS beeinträchtigt die linksventrikuläre systolische Funktion und gilt heute als unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung einer arteriellen Hypertonie, so Dr. Manfred Held, Kempten, auf einem Fortbildungskolleg der Praxis-Depesche in München. Kardinalsymptome des OSAS sind nächtliche Atemaussetzer und/oder Schnarchen, begleitet von Tagesmüdigkeit, Konzentrationsproblemen und Leistungsminderung. Nicht selten leiden OSAS-Patienten unter Depressionen. Auch eine Refluxsymptomatik und morgendliche Kopfschmerzen können auftreten. Die häufige nächtliche Aktivierung des sympthischen Nervensystems verursacht Nachtschweiß, Herzrhythmusstörungen und Tachykardien. Außerdem erhöht sich die Primärharnbildung, was sich klinisch als Nykturie manifestiert. Schließlich besteht eine hohe Koinzidenz der erektilen Dysfunktion und des OSAS, erläuterte Held. nCPAP - Therapie der Wahl Goldstandard in der Behandlung des OSAS ist die "nasal continous positive airway pressure" (nCPAP)-Therapie. Dabei wird über eine Nasenmaske ein Überdruck von in der Regel 5 bis 10 mbar appliziert. Der daraus resultierende Atemwegsüberdruck gewährleistet über eine pneumatische Schienung die Offenhaltung der Atemwege. Die Effektivität der n-CPAP-Therapie ist hoch, betonte Held. Häufig verspürt der Patient schon nach der ersten Nacht eine deutliche Besserung. Die nasale Überdruckbehandlung ist jedoch gewöhnungsbedürftig. Eine langfristige Compliance ist nur von den Patienten zu erwarten, die klinisch eindeutig von nCPAP profitieren. Modafinil gegen Tagesmüdigkeit Die nCPAP-Therapie führt aber nicht immer zum gewünschten Erfolg. Trotz optimierter nCPAP-Behandlung und Ausschluss aller möglichen Komorbiditäten verbleibt bei einigen Patienten eine quälende residuale Schläfrigkeit. Wirkliche Besserung bringt hier die medikamentöse Therapie mit Modafinil (Vigil®; Cephalon), das erste und einzige zur Förderung der Wachheit entwickelte Medikament, das fokussiert auf das Schlaf-Wach-Zentrum im Hypothalamus wirkt.

Fortbildungskolleg Praxis-Depesche 2005 Praxis-Depesche und GFI. Gesellschaft für medizinische Information, München, bieten zusätzlich zur gedruckten Wissensvermittlung "Fortbildung live" an: hochkarätige Vorträge zu einem breiten Themenspektrum, gehalten von ausgewiesenen Fachleuten auf dem jeweiligen Gebiet. Mit einer Prävalenz von 5 bis 7% hat das OSAS den Charakter einer Volkskrankheit, wobei hauptsächlich Männer betroffen sind. Das OSAS beeinträchtigt die linksventrikuläre systolische Funktion und gilt heute als unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung einer arteriellen Hypertonie, so Dr. Manfred Held, Kempten, auf einem Fortbildungskolleg der Praxis-Depesche in München. Kardinalsymptome des OSAS sind nächtliche Atemaussetzer und/oder Schnarchen, begleitet von Tagesmüdigkeit, Konzentrationsproblemen und Leistungsminderung. Nicht selten leiden OSAS-Patienten unter Depressionen. Auch eine Refluxsymptomatik und morgendliche Kopfschmerzen können auftreten. Die häufige nächtliche Aktivierung des sympthischen Nervensystems verursacht Nachtschweiß, Herzrhythmusstörungen und Tachykardien. Außerdem erhöht sich die Primärharnbildung, was sich klinisch als Nykturie manifestiert. Schließlich besteht eine hohe Koinzidenz der erektilen Dysfunktion und des OSAS, erläuterte Held. nCPAP - Therapie der Wahl Goldstandard in der Behandlung des OSAS ist die "nasal continous positive airway pressure" (nCPAP)-Therapie. Dabei wird über eine Nasenmaske ein Überdruck von in der Regel 5 bis 10 mbar appliziert. Der daraus resultierende Atemwegsüberdruck gewährleistet über eine pneumatische Schienung die Offenhaltung der Atemwege. Die Effektivität der n-CPAP-Therapie ist hoch, betonte Held. Häufig verspürt der Patient schon nach der ersten Nacht eine deutliche Besserung. Die nasale Überdruckbehandlung ist jedoch gewöhnungsbedürftig. Eine langfristige Compliance ist nur von den Patienten zu erwarten, die klinisch eindeutig von nCPAP profitieren. Modafinil gegen Tagesmüdigkeit Die nCPAP-Therapie führt aber nicht immer zum gewünschten Erfolg. Trotz optimierter nCPAP-Behandlung und Ausschluss aller möglichen Komorbiditäten verbleibt bei einigen Patienten eine quälende residuale Schläfrigkeit. Wirkliche Besserung bringt hier die medikamentöse Therapie mit Modafinil (Vigil®; Cephalon), das erste und einzige zur Förderung der Wachheit entwickelte Medikament, das fokussiert auf das Schlaf-Wach-Zentrum im Hypothalamus wirkt.

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