Stationäre Behandlung und resistente Keime ...

Praxis-Depesche 5/2007

... das sind starke Prädiktoren für Therapieversager bei Pyelonephritis

Bisher liegen kaum Daten zur Vorhersage des Therapieerfolges bei Patienten mit einer akuten, unkomplizierten Pye­lonephritis vor. In retrospektiven Analysen klinischer Studien wurde nun nach entsprechenden Variablen gesucht.

Herangezogen wurden die Unterlagen von zwei klinischen Studien, in denen der Therapieeffekt verschiedener Antibiotika bei Harnwegsinfektionen untersucht worden war. Die Daten von 522 erwachsenen Patienten mit einer akuten, unkomplizierten Pyelonephritis wurden retrospektiv in uni- und multivariaten logistischen Regressionsanalysen ausgewertet.

Insgesamt betrug die Heilungsrate bei den Patienten 85% (442/522). Als signifikante unabhängige Prädiktoren für ein Therapieversagen ergaben sich eine Krankenhauseinweisung zu Behandlungsbeginn, das Vorliegen eines resistenten Keims, Diabetes mellitus und Nierensteine in der Anamnese. Die Heilungsraten für Patienten mit mindestens einem der vier Risikofaktoren betrugen 47% (35/74). Allerdings wiesen von den 80 als Therapieversager eingestuften Patienten nur 39 (49%) mindestens einen dieser Risikofaktoren auf. Das könnte ein Hinweis auf weitere Risikofaktoren für ein Therapieversagen sein, die in dieser Studie nicht erfasst wurden.

Quelle: Pertel, PE: Risk factors for a poor autcome after therapy for acute pyelonephritis, Zeitschrift: BJU INTERNATIONAL, Ausgabe 98 (2006), Seiten: 141-147
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