Kardiomyopathie | Praxis-Depesche 1/2004

Der Herzmuskel leidet unter Diabetes

Autopsie- und tierexperimentelle Daten deuten darauf hin, dass Zusammenhänge zwischen Diabetes und idiopathischer Kardiomyopathie bestehen. In den USA wurde dazu eine landesweite Fall-Kontroll-Studie durchgeführt.

Von mehr als 900 Krankenhäusern der Vereinigten Staaten wurden 44 837 Patienten mit idiopathischer Kardiomyopathie ermittelt. Von diesen litten 26,6% an Diabetes mellitus. Von den 450 254 Kontrollen waren nur 17,2% Diabetiker. Auf die Gesamtpopulation bezogen bedeutet dies, dass 7,6 von 1000 Diabetikern wegen einer Kardiomyopathie stationär behandelt werden, aber nur 0,9 von 1000 Kontrollen. Das relative Kardiomyopahtie-Risiko für Diabetiker beträgt in dieser Untersuchung 1,75. Die Berücksichtigung von Alter, Hypertonie, Rasse und Einkommen reduziert das Risiko nur unwesentlich. Das größte Risiko haben Frauen, Weiße und Diabetiker mit mikrovaskulären Komplikationen.

Quelle: Bell, SHD: Diabetic Cardiomyopathy, Zeitschrift: DIABETES CARE, Ausgabe 26 (2003), Seiten: 2949-2951: , Zeitschrift: , Ausgabe ()

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.

Ihr Zugang zu exklusiven Inhalten für Fachkreise

Login für Fachkreise

Neu registrieren

Passwort vergessen?

Anzeige

Neu: Digitales Messen – berührungslos, schnell, mobil

Mit medi vision bringt der Hersteller medi erstmals ein berührungsloses, digitales Messtool auf den Markt. Erfahren Sie mehr im Video.