Hyperhomocysteinämie

Praxis-Depesche 16/2007

Der Stoffwechseldefekt erhöht das Arteriosklerose-Risiko bei Patienten ohne metabolisches Syndrom

Patienten mit metabolischem Syndrom haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das metabolische Syndrom führt zu erhöhten Homocystein-Werten. Welchen Einfluss haben erhöhte Homocystein-Spiegel auf die Entstehung von Arteriosklerose?

In Holland wurde mit 2169 Arterio­sklerose-Patienten eine klinische Studie durchgeführt. Bei allen Patienten wurden in regelmäßigen Abständen die Plasmakonzentrationen von Homo­cys­tein gemessen. Die Patienten wurden über 2,8 Jahre beobachtet.

Patienten mit metabolischem Syndrom haben erhöhte Homocystein-Spiegel. Die Homocys­tein-Spiegel steigen je nach Schwere des metabolischen Syndroms an. Während des Beobachtungszeitraums kam es zu 52 Apoplexen, 67 Herzinfarkten, fünf Aortenrupturen und zu 53 gefäßabhängigen Todesfällen. Patienten ohne metabolisches Syndrom, bei denen erhöhte Homo­cystein-Werte vorliegen, haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Patienten mit metabolischem Syndrom erhöhen die Homocystein-Werte das Risiko für Gefäßerkrankungen nicht zusätzlich. (CF)

Quelle: Hajer, GR: Levels of homocysteine are increased in metabolic syndrome patients but are not associated with an increases cardiovascular risk, in contrast to patients without the metabolic syndrome, Zeitschrift: Heart, Ausgabe 93 (2007), Seiten: 216-220
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