Typ-2-Diabetes und Hypertonie

Praxis-Depesche 8/2003

Die Nieren schützen mit AT1-Blocker

Bei bis zu 40% der Typ-2-Diabetiker entwickelt sich als Spätkomplikation eine Nephropathie. Mit dem AT1-Blocker Candesartan kann bei diabetischen Hochdruckpatienten eine Proteinurie signifikant reduziert werden.

Dänische Diabetologen untersuchten in einer gekreuzten Doppelblindstudie die renoprotektive Wirkung von drei verschiedenen Dosierungen von Candesartan bei 23 hypertensiven Typ-2-Diabetikern mit Nephropathie. In vier zweimonatigen Therapiephasen wurden randomisiert 8 mg/d, 16 mg/d und 32 mg/d Candesartan bzw. Plazebo verabreicht. Mit Ausnahme von langwirkendem Furosemid waren alle Antihypertensiva zuvor abgesetzt worden. Albuminurie, 24-h-Blutdruck und die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) dienten als Kontrollparameter. Unter Plazebo betrug die Albuminurie 700 mg/24 h, der 24-h-Blutdruck 147/78 mmHg und die GFR 84 ml/min/1,73 m2. Unter allen drei Dosierungen von Candesartan verminderten sich gegenüber Plazebo die Albuminurie und die 24-h-Blutdruckwerte signifikant: -33%/52%/59% (Albuminurie), -9/9/13 mmHg (24-h-Blutdruck systolisch) und -5/4/6 mmHg (diastolisch). Die beiden höchsten Candesartan-Dosierungen reduzierten die Albuminurie am besten. Unter allen drei Dosierungen sank die GFR um etwa 6 ml/min/1,73 m2. Die optimal renoprotektiv wirksame Dosis betug in dieser Untersuchung 16 mg/d Candesartan. (EJW)

Quelle: Rossing, K: Optimal dose of candesartan for renoprotection in type 2 diabetec patients with nephropathy, Zeitschrift: DIABETES CARE, Ausgabe 26 (2003), Seiten: 150-155
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