Chronische Herzinsuffizienz | Praxis-Depesche

Die Therapie frühzeitig optimieren

Trotz moderner Therapieoptionen ist die Versorgung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz nach wie vor oft unzureichend. Ein für den Krankheitsverlauf ausschlaggebender Faktor ist das frühe Einleiten einer effektiven Therapie, z. B. mit Sacubitril/Valsartan. Als Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor (ARNI) führt die Wirkstoffkombination zu einer doppelten Entlastung des Herzmuskels und kann dadurch einem kardialen Remodeling effektiv entgegenwirken. Aktuelle Daten belegen auch eine günstige Wirkung auf die Lebensqualität.

“Aufgrund der anfänglich subtilen Symptomatik wird chronische Herzinsuffizienz (HI) oft erst spät erkannt und behandelt“, hob Dr. Fokko de Haan, Solingen, auf einer Veranstaltung von Novartis vor. Er verwies dabei auf eine aktuelle Datenanalyse der PARADIGM-HF-Studie. 37% der darin eingeschlossenen Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz wiesen inital keine Herzinsuffizienz auf (alle mit NYHA-Klasse II). 625 bzw. jeder fünfte von ihnen wurde im Studienverlauf aufgrund der HI hospitalisiert (49%) oder verstarb noch vor der ersten Hospitalisierung einen kardiovaskulär bedingten Tod (51%).

Um die Abwärtsspirale der chronischen Herzinsuffizienz bereits im frühen Erkrankungsstadium zu bremsen, kann man sich laut de Haan den dualen Wirkansatz von Sacubitril/Valsartan zunutze machen. Die Neprilysin-Hemmung durch Sacubitril senkt den Blutdruck, blockiert schädigende Prozesse am Herzen und schützt das Herz durch Volumen- und Druckentlastung. Der AT1-Antagonist Valsartan verstärkt die RAAS-Hemmung.

„Die effektive Entlastung des Herzens spiegelt sich auch ein einer verbesserten Lebensqualität wider“, so de Haan. Dies zeigt eine Post-hoc-Analyse der Lebensqualität-Auswertung in PARADIGM-HF, die mittels Kansas City Cardiomyopathy Questionnaire (KCCQ) erhoben wurde. Im Vergleich zu Enalapril verbesserte sich die Lebensqualität der Patienten unter Sacubitril/Valsartan signifikant, sowohl in Bezug auf die HI-Symptome als auch physische Einschränkungen. Am deutlichsten ausgeprägt war der Vorteil in den Bereichen Haushaltsaktivitäten und intime/sexuelle Beziehungen.OH


Quelle:

Fachpressekonferenz:

„Sacubitril/Valsartan in der Praxis – effektive Patientenidentifikation und rechtzeitige Therapieoptimierung“, Mannheim, 5.4.2018, Veranstalter: Novartis
Sacubitril/Valsartan: Entresto®

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