ACC-Guidelines und CURE-Studie

Praxis-Depesche 10/2001

Effektive sekundäre Infarktprävention mit ADP-Antagonisten

Die aktuellen Richtlinien zur Behandlung der instabilen Angina pectoris des American College of Cardiology unterstreichen die Bedeutung des neuen Thienopyridins Clopidogrel für die Langzeit-Aggregationshemmung. Die CURE-Studie wies im Plazebovergleich ein um 20% reduziertes Ischämierisiko für Clopidogrel plus Basistherapie nach.

Clopidogrel ist ein Thrombozyten-Aggregationshemmer, dem Angriffspunkt nach ein Adenosin-Diphosphat-Antagonist, der das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall sowie die kardiovaskuläre Mortalität bei Infarkt und Schlaganfall senkt. Die Substanz weist gegenüber Ticlopidin einen deutlich verbesserten Wirkungs-Risiko-Quotienten auf. In bisherigen Studien wie z. B. CAPRIE erwies sich Clopidogrel als signifikant wirksamer als ASS. Von den verfügbaren ADP-Antagonisten wird aus diesen Gründen Clopidogrel in den aktuellen Therapierichtlinien des American College of Cardiology (ACC) ausdrücklich empfohlen, insbesondere für die Sekundärprävention bei Herzpatienten mit ASS-Kontraindikation. Auf dem ACC-Kongress im März 2001 wurden die Ergebnisse der internationalen multizentrischen CURE-Studie (Clopidogrel in Unstable Angina to Prevent Recurrent Ischemic Events) vorgestellt: Clopidogrel (Initialdosis 300 mg/d innerhalb von 24 Stunden nach auftretender Symptomatik, Erhaltungsdosis 75 mg/d) bzw. Plazebo additiv zur Basistherapie waren bei 12 562 Patienten mit akutem Koronarsyndrom (instabile Angina pectoris, Non-Q-wave-Infarkt) drei bis zwölf Monate lang randomisiert-doppelblind verglichen worden. Es zeigte sich, dass durch Clopidogrel gegenüber Plazebo das relative Risiko für ein weiteres ischämisches Ereignis hochsignifikant um 20% reduziert war. Klinisch relevante Blutungskomplikationen wurden im Clopidogrel- bzw. Plazebokollektiv vergleichbar selten beobachtet.

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