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Eisendefizit bei kardiorenalen Patienten beheben

Herzinsuffizienz und Nierenfunktionsstörung treten häufig gemeinsam auf und sind zudem oft mit Eisenmangel und/oder Hyperkaliämie assoziiert. Diese Befunde stellen einen ungünstigen prognostischen Faktor dar. Die aktuelle Leitlinie der European Society of Cardiology (ESC) empfiehlt, bei symptomatischen chronisch herzinsuffizienten Patienten mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF), die einen Eisenmangel aufweisen, eine i.v. Therapie mit Eisencarboxymaltose (ferinject®) zur Behandlung des Eisendefizits zu erwägen.

Die Empfehlung beruht unter anderem auf den klinischen Studien FAIR-HF und CONFIRM-HF. Diese zeigten, dass eine adäquate i.v. Eisensubsitution die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität sowie die Herzinsuffizienz-bedingte Symptomatik verbessern kann. In einer Metaanalyse dieser beiden und zweier weiteren Studien mit chronisch herzinsuffizienten Patienten, die Eisencarboxymaltose (n=504) oder Plazebo (n=335) erhielten, senkte die Behandlung des Eisendefizits das Risiko für kardiovaskuläre Hospitalisierungen und Tod um 41%. Wie die Studie FAIR-HF belegte, war die Gabe von Eisencarboxymaltose (ferinject®) in allen präspezifizierten Subgruppen mit einer Verbesserung der Nierenfunktion assoziiert.


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