Nichtkleinzelliger Lungenkrebs | Praxis-Depesche 1/2018

Entzündung stört Radioablation

Entzündungsprozesse spielen bei Krebserkrankungen eine wichtige Rolle, sowohl ätiologisch wie auch als physiologische Reaktion auf Krankheitsprogression. Einer Studie aus China zufolge kann man sie daher auch als Überlebensprädiktoren bei Patienten mit nichtkleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) nach stereotaktisch-ablativer Bestrahlung nutzen.

Entzündungsmarker wie der Quotient zwischen Neutrophilen und Lymphozyten (NLR), Thrombozyten und Lymphozyten (PLR) oder Lymphozyten und Monozyten (LMR) sind bei verschiedenen Tumorerkrankungen nachweislich mit dem Krankheitsverlauf assoziiert. Inwiefern sie als Prognosefaktoren bei stereotaktisch- ablativ bestrahlten NSCLC-Patienten infrage kommen, untersuchten die chinesischen Forscher retrospektiv an den Krankendaten von 63 Betroffenen.
Das mediane Follow-up nach Bestrahlung betrug 30 Monate, das Dreijahres-Gesamtüberleben lag bei 74%. Die optimalen Grenzwerte der verwendeten Entzündungsparameter vor Radiatio wurden mit NLR ≤2,06, PLR ≤199,55 und LMR >4,0 berechnet, und waren mit einem signifikant verbesserten Gesamtüberleben assoziiert. Eine hohe PLR und niedrige LMR erwiesen sich als unabhängige prognostische Faktoren für ein kürzeres Überleben. TH

Quelle:

Luo H et al.: Systemic inflammation biomarkers predict survival in patients of early stage non-small cell lung cancer treated with stereotactic ablative radiotherapy ... J Cancer 2018; 9: 182-8

ICD-Codes: C34.9

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