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Praxis-Depesche 9-10/2021

Folgen von Kopfschmerz: Erhöhte Krankheitslast, geringere Produktivität

In einem japanischen Informationstechnologie-Unternehmen wurden die Mitarbeiter zur Prävalenz von Kopfschmerzen und assoziierten Beeinträchtigungen befragt. Dann wurden die Produktivitätsverluste aufgrund von Fehlzeiten und Präsentismus kalkuliert.
Unter 2.458 Befragten (1.963 Männer, 495 Frauen) wiesen nach ICHD-3-beta 13 % (205 Männer/123 Frauen) eine Migräne (MIG) und 53 % (1.093 Män- ner/207 Frauen) Kopfschmerzen vom Spannungstyp (SKS) auf. 4 % (61 Män- ner/27 Frauen) litten unter beidem (MIG/ SKS). 15 % wiesen „andere“ Kopf- schmerzen (AK) auf. Nur jede/r achte Befragte war kopfschmerzfrei.
Die MIG- und MIG/SKS-Gruppe hatten in den letzten drei Monaten signifikant (je p < 0,001) mehr Kopfschmerztage als die übrigen Gruppen (5,5 und 6,4 vs. 2,4 bzw. 3,9). Dies galt auch für Tage mit schweren Kopfschmerzen (1,9 und 1,6 vs. 0,5 bzw. 1,1) sowie mit beeinträchtigter Arbeitsproduktivität (1,0 und 0,8 vs. 0,2 bzw. 0,5). Die Produktivität nach dem Work Productivity and Activity Impairment (WPAI)-Fragebogens fiel in der MIG- und MIG/SKS-Gruppe ebenfalls deutlich un- günstiger aus (4,7 und 3,5 vs. 2,0 bzw. 3,5 Punkte; p < 0,001). In der MIG-Gruppe betrugen die Kosten pro Patient und Jahr aufgrund eines Absentismus (bestimmt nach MIDAS) 238,3 US$ und die aufgrund Präsentismus (bestimmt nach WPAI) 2.217 US$ – hochgerechnet auf ganz Japan 21,3 Mrd. US$. HL
Quelle: Shimizu T et al.: Disability, quality of life, productivity impairment and employer costs of migraine in the workplace. J Headache Pain 2021; 22(1): 29
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