Steigende Infektionszahlen | Praxis-Depesche 5/2019

FSME-Impfung nicht vergessen!

Die Zahl der FSME-Infektionen ist im Ansteigen begriffen, ebenso wächst die Liste der Risikogebiete. Eine Impfung bietet Schutz vor der gefährlichen Erkrankung – wenn nötig schon nach wenigen Wochen.

Mit FSME infizierte Zecken werden in Deutschland immer häufiger gefunden. „Sie verbreiten sich unter anderem über Mäuse, Igel, aber auch Vögel und viele andere Tiere“, erklärte Prof. Heinz Mehlhorn, Düsseldorf, auf einer Veranstaltung von GlaxoSmithKline. Wie Mehlhorn ausführte wurde in diesem Jahr sogar schon ein Landkreis in Niedersachsen zum FSME-Risikogebiet erklärt..
Die Blut saugenden Zecken können die Flaviviren beim Stich übertragen. Daneben gibt es noch einen weiteren – hierzulande seltenen – Infektionsweg: den Verzehr von Rohmilchprodukten von Kuh, Schaf oder Ziege. Denn auch diese Tiere werden von Zecken als Wirte akzeptiert.
„Etwa jeder zehnte an FSME erkrankte Mensch erleidet schwere neurologische Schäden“, gab Dr. Andris Schulz von GlaxoSmithKline zu bedenken. Für den Impfschutz steht eine im Impfstoffwerk Marburg hergestellte Vakzine zur Verfügung. Die Grundimmunisierung besteht aus drei Injektionen; speziell für den Marburger Impfstoff existiert auch ein besonders kurzes Schnell-Impfschema mit Injektionen an den Tagen 0, 7 und 21. „Mit einer Serokonversion kann man 14 Tage nach der zweiten Dosis der Grundimmunisierung rechnen“, so Schulz. RE
Quelle:

Fachpressekonfernz: „Die Welt der Impfstoffe – FSME im Fokus“, Marburg, 6.3.2019, 

 

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