Aktinische Keratosen und Behandlungsoptionen

Praxis-Depesche 22/2006

Gentest dokumentiert Therapieerfolg

Aktinische Keratosen (AK) entwicklen sich in rund 10% der Fälle zu einem Platten epithelkarzinom. In Deutschland werden jährlich 250 000 Patienten neu mit AK diagnostiziert. Mittels Gen-Analyse können jetzt das Risiko einer Entwicklung eines Plattenepithelkarzinoms und der Therapieerfolg gemessen werden.

Mutationen auf den p53-, RAS- und p15-Genen beeinträchtigen die Reparaturmechanismen der Haut. Dies kann dazu führen, dass aus lichtinduzierten aktinischen Keratosen ein invasives Karzinom entsteht, wie es in ca. 10% der Fälle im Laufe der Zeit geschieht.

Ein neuer Gentest ermöglicht die Risikobewertung, ob sich die Läsion zu einem Plat tenepithelkarzinom entwickeln wird oder nicht. Aber auch der Behand lungs erfolg lässt sich überprüfen. Greift die Therapie, so finden sich weniger mutierte Gene. Die Ergebnisse solcher Gen-Tests zeigten, wie erfolgreich die Behandlung mit topischem Diclofenac in der Trägersubstanz Hyaluronsäure ist: 70% der hyperkeratotischen aktinischen Keratosen heilten unter der Therapie komplett ab.

Der Wirkmechanismus des Medikaments ist nicht ganz geklärt; man vermutet eine antikanzerogene Wirkung über den Prostaglandin-Stoffwechsel. Die enthaltene Hyaluronsäure dient der Hautaufweichung und stellt eine ausreichende Bioverfügbarkeit am Wirkort sicher. (CB)

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