| Praxis-Depesche 21/2007

Granuloma anulare: Therapie selten erforderlich

Diese gutartige papulöse Hautveränderung kann lokalisiert oder disseminiert auftreten. In den meisten Fällen verschwindet sie von selbst.

Die meisten Fälle treten bei unter 30-Jährigen (mehr Frauen als Männer) auf. Die Ursache ist unbekannt.

Die primäre Hautläsion besteht in der Regel aus einer Gruppe von Papeln, die ringförmig angeordnet sind; das Farbspektrum reicht von fleischfarben bis erythema­tös. Das lokalisierte Granuloma anulare verschwindet nach ein bis zwei Jahren, während das disseminierte deutlich länger andauern kann. Differenzialdiagnostisch sind Tinea corporis, Pityriasis rosea, nummuläres Ekzem, Psoriasis und Erythema migrans abzugrenzen.

Muss behandelt werden, kommen flüssiger Stickstoff, Steroidinjektionen oder topische Steroide unter Okklusion in Frage. Das disseminierte Granuloma anulare behandelt man systemisch entweder mit Dapson, Retinoiden, Niacinamid, Antimalariamittel, Psoralen plus UVA, Fumarinsäureestern, Tacrolimus oder Primecrolimus.(EH)

Quelle: Cyr, PR: Diagnosis and management of granuloma annulare, Zeitschrift: AMERICAN FAMILY PHYSICIAN, Ausgabe 74 (2006), Seiten: 1729-1734

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