Darmkrebs-Screening

Praxis-Depesche 15/2003

Hauptsache untersuchen!

Ein Screening auf kolorektale Karzinome reduziert die Sterblichkeit an diesem Krebs deutlich; dennoch fallen viele Erwachsene, die dafür infrage kämen, durch das Raster.

Man hat verschiedene Möglichkeiten, den Darm auf ein Karzinom hin zu untersuchen: Stuhltest auf okkultes Blut, Sigmoidoskopie, Koloskopie, Kontrasteinlauf und neuere Methoden wie virtuelle Koloskopie und molekulares Screening im Stuhl. Diese Optionen sollte der Arzt kennen und mit den infrage kommenden Patienten erörtern. Vor allem Personen mit einem hohem Darmkrebsrisiko (familiäre Belastung etc.) sollten konsequent untersucht werden. Gefragt sind Strategien, auch innerhalb der eigenen Praxis, welche das derzeit niedrige Niveau der Screening-Teilnahme verbessern könnten. Denn sehr viel wichtiger als die Diskussion über den optimalen Screening-Test ist das Bestreben, alle infrage kommenden Patienten einem Darmkrebs-Screening zuzuführen, egal welchem.

Quelle: Walsh, JME: Colorectal cancer screening, Zeitschrift: JAMA : THE JOURNAL OF THE AMERICAN MEDICAL ASSOCIATION, Ausgabe 289 (2003), Seiten: 1297-1302: , Zeitschrift: , Ausgabe ()
Das könnte Sie auch interessieren

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.

x