Primärversorgung bei Demenz | Praxis-Depesche 16/2006

Helfen Fortbildungsprogramme dem Arzt bei Frühdiagnostik und Behandlung?

Die Eignung verschiedener Programme für die Fortbildung von Allgemeinärzten im Hinblick auf eine verbesserte Frühdiagnostik von Demenz wurde in einer randomisierten und kontrollierten britischen Cluster-Studie untersucht.

Einbezogen waren 36 Allgemeinpraxen, geprüft wurden ein Programm auf CD-ROM, eine Software zur Unterstützung der Entscheidungsfindung und praxisbezogene Workshops. Die Praxen steuerten Daten von 13 068 Patienten ab 75 Jahren bei, ausgewertet wurden die von 450. 31% aller bestätigten Fälle von Demenz wurden dank praxisbezogener Workshops diagnostiziert, 20% durch Einsatz der CD-ROM, 30% durch Einsatz der „Entscheidungs-Software“ und 11% im Kontrollarm ohne besondere Fortbildungsmaßnahmen.

Die verschiedenen Interventionen wurden jeweils isoliert getestet. Die Autoren versprechen sich eine weitere Verbesserung der Frühdiagnostik durch Kombination der Programme und Einbeziehung lokaler Initiativen.

Quelle: Downs, M: Effectiveness of educational interventions in improving detection and management of dementia in primary case: cluster randomised controlled study, Zeitschrift: BRITISH MEDICAL JOURNAL, Ausgabe 332 (2006), Seiten: 692-695

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