LASIK | Praxis-Depesche 14/2006

Herpes - Risiko nach Keratoplastik

Mit zwei Fallberichten warnen Augenärzte aus Israel, dass Infektionen mit Herpesviren als Komplikation bei Eingriffen an der Hornhaut möglicherweise zu wenig beachtet werden.

In einer Augenklinik in Beer Sheva traten bei zwei Patienten nach LASIK-Behandlung (Laser-in-situ-Keratomileusis) Infektionen mit Herpes-simplex-Viren auf. Zwei junge Frauen (32 und 39 Jahre alt) wurden wegen Kurzsichtigkeit gelasert.

Nach den unkomplizierten Eingriffen trat nach sechs Wochen beziehungsweise erst nach zwei Jahren eine Keratitis auf, die zuerst mit topischen Steroidtropfen behandelt wurde. Beim Auftreten von epithelialen Dendriten wurden topische und auch systemische Virostatika verabreicht (Aciclovir und Valacyc lovir). Bei der einen war ein LippenHerpes beobachtet worden, bei der zweiten lag eine Augeninfektion mehr als zehn Jahre zurück.

Nach einigen Rezidiven sind die Patientinnen heute beschwerdefrei; die Sehschärfe liegt in beiden Fällen bei mehr als 6/9.


Quelle: Levy, J: Herpes simplex virus keratitis after laser in situ keratomileusis, Zeitschrift: JOURNAL OF REFRACTIVE SURGERY, Ausgabe 21 (2005), Seiten: 400-402

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