| Praxis-Depesche 1/2009

Herzschmerz aus heiterem Himmel

Die 69-jährige Patientin kam in die Notaufnahme, nachdem sie nachts mit schweren Schmerzen im oberen Rücken aufgewacht war. Eine Hypertonie war bekannt: Herzfrequenz 120/min, RR 166/98 mmHg, PaO2 erniedrigt, Laktat erhöht. Das Thoraxröntgen zeigte eine großes Herz und dahinter ein strahlendichteres Areal. Die CT-Angiographie ergab keine Gefäß­anomalie, aber es war eine große zystische Masse im hinteren Mediastinum zu erkennen, die das Herz nach links-anterior drängte. Kurz danach wurde die Patientin kurzatmig, der Blutdruck fiel, sie hatte jetzt Fieber. Sie wurde in ein Herzzentrum verlegt, wo man erst i.v. Antibiotika gab und dann rechsseitig thorakotomierte. Man stieß auf eine große Perikardzyste, aus der man 1 l Eiter entleerte. Keime wurden nicht nachgewiesen. Nach zehn Tagen konnte die Patientin entlassen werden.

Die 69-jährige Patientin kam in die Notaufnahme, nachdem sie nachts mit schweren Schmerzen im oberen Rücken aufgewacht war. Eine Hypertonie war bekannt: Herzfrequenz 120/min, RR 166/98 mmHg, PaO2 erniedrigt, Laktat erhöht. Das Thoraxröntgen zeigte eine großes Herz und dahinter ein strahlendichteres Areal. Die CT-Angiographie ergab keine Gefäß­anomalie, aber es war eine große zystische Masse im hinteren Mediastinum zu erkennen, die das Herz nach links-anterior drängte. Kurz danach wurde die Patientin kurzatmig, der Blutdruck fiel, sie hatte jetzt Fieber. Sie wurde in ein Herzzentrum verlegt, wo man erst i.v. Antibiotika gab und dann rechsseitig thorakotomierte. Man stieß auf eine große Perikardzyste, aus der man 1 l Eiter entleerte. Keime wurden nicht nachgewiesen. Nach zehn Tagen konnte die Patientin entlassen werden.

Perikardzysten sind meist angeboren und asymptomatisch. Sie können sich aus verschiedenen Gründen vergrößern, z. B. durch Infektion wie in diesem Fall. Die Patientin war wahrscheinlich durch die Kompression des Herzens in einen kardiogenen Schock geraten. WE

Quelle: Makker, HK: Under pressure, Zeitschrift: THE LANCET, Ausgabe 372 (2008), Seiten: 776

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