Schmerztherapie bei Arthritis und Arthrose

Praxis-Depesche 15/2003

Hochselektiver COX-2-Hemmer: rasche Resorption, lange Wirkung

Coxibe haben mittlerweile ihren festen Stellenwert in der Schmerztherapie z. B. bei Patienten mit Arthrose und rheumatoider Arthritis. Bei guter Wirksamkeit weisen sie eine sehr viel bessere Verträglichkeit als klassische NSAR auf. Valdecoxib ist ein Vertreter dieser Substanzgruppe, der erst kürzlich in Deutschland zugelassen wurde.

Das neue Coxib wird rasch resorbiert, die Patienten verspüren bald Schmerzlinderung und die Wirkung hält lange an. In randomisiert-kontrollierten Studien erzielte Valdecoxib bei täglicher Einmalgabe eine Wirkung wie hochdosierte NSAR in zweimal täglicher Dosierung. Zugelassen ist die Substanz für die symptomatische Behandlung von rheumatoider Arthritis und Arthrose sowie primärer Dysmenorrhö. Gegenüber den klassischen NSAR zeichnet sich Valdecoxib vor allem durch die sehr gute Verträglichkeit aus. In verschiedenen Studien lag die Rate schwerer gastrointestinaler Nebenwirkungen auf Plazebo-Niveau. Gleiches gilt für die Leber-Laborparameter. Das Blutungsrisiko ist durch die fehlende Hemmung der Blutplättchen gering, renale Nebenwirkungen entsprechen denen der klassischen NSAR. Durch die geringe Nebenwirkungsrate fallen unter einer Valdecoxib-Therapie auch geringere zusätzliche Gesundheitskosten an. Dieser Wirtschaftlichkeitsaspekt kommt besonders zum Tragen bei Arthrose- oder Arthritis-Patienten, die über 65 Jahre alt sind, die gastrointestinale Probleme haben oder unter einer Komedikation mit Glukokortikoiden oder Antikoagulanzien stehen. (bk)

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