Erregerbestimmung bei AECB | Praxis-Depesche 9/2003

Hohe Eradikationsraten mit Fluorchinolon

Bei Patienten mit akuter bakterieller Exazerbation der chronischen Bronchitis (AECB) erfolgt unter Praxisbedingungen meist eine kalkulierte Antibiotikatherapie. Im Rahmen einer aktuellen Studie ergab die systematische Erregerbestimmung eine sehr hohe antibakterielle Aktivität des modernen Fluorchinolons Levofloxacin gegen die zu erwartenden Keime.

Die Erfassung des relevanten Keimspektrums und eine hohe bakteriologische wie klinische Wirksamkeit sind neben guter Verträglichkeit die wesentlichen Kriterien bei der Wahl eines Atemwegs-Antibiotikums. In einer multizentrischen Doppelblindstudie wurde die antibakterielle Aktivität unter der Therapie mit Levofloxacin (1 x 500 mg / 7 Tage) versus Clarithromycin (2 x 250 mg / 10 Tage) geprüft. Von 504 Patienten konnten insgesamt 322 Erreger isoliert werden. Die vier häufigsten Keime waren Haemophilus influenzae (24,8%), Streptococcus pneumoniae (15,5%), Haemophilus parainfluenzae (15,2%) und Moraxella catarrhalis (12,1%). Bei den Levofloxacin-Patienten waren die Eradikationsraten mit 96,0% vs. 81,7% signifikant höher als bei den Patienten der Clarithromycin-Gruppe. Die Resistenztestung mittels Plättchentest (NCCLS) vor Behandlungsbeginn ergab 102 gegen Clarithromycin resistente Keime; gegen Levofloxacin war dagegen kein Erreger resistent. - Nach diesen Ergebnissen ist Levofloxacin ein für die kalkulierte Therapie der AECB sehr gut geeignetes Antibiotikum. (JL)

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