Praxis-Depesche 8/2005

Hyperglykämie durch Stimulanzien-Abusus

Eine sehr schlanke 20-jährige Frau klagte in der Sprechstunde über seit Tagen bestehenden Schwindel, Übelkeit und Durchfall; in den vergangenen Monaten habe sie 6 kg Gewicht verloren. Bei der Untersuchung hatte sie eine Tachykardie von 120/min und einen BZ von 412 mg/dl, Glukosurie und Ketonurie. Die Frau war bis dato völlig gesund gewesen. Man diagnostizierte einen Typ-1-Diabetes. Der Beginn der Insulintherapie verzögerte sich. Zwei Stunden später war der BZ auf 237,8 mg/dl gefallen; er normalisierte sich im Verlauf von weiteren zehn Stunden ohne Insulingabe. Auf Befragen hin gab die Patientin an, sie habe 24 Stunden vor dem Arztbesuch 30 mg Dexamphetamin geschluckt. Bei der Notaufnahme betrug der Blutspiegel 4 µg/l; 20 Stunden später war das Amphetamin nicht mehr nachweisbar. Der HbA1c-Wert wurde mit 4,8% angegeben. GAD65 und Inselzell-Autoantikörper fehlten. Einen GTT lehnte die Patientin ab.

Eine sehr schlanke 20-jährige Frau klagte in der Sprechstunde über seit Tagen bestehenden Schwindel, Übelkeit und Durchfall; in den vergangenen Monaten habe sie 6 kg Gewicht verloren. Bei der Untersuchung hatte sie eine Tachykardie von 120/min und einen BZ von 412 mg/dl, Glukosurie und Ketonurie. Die Frau war bis dato völlig gesund gewesen. Man diagnostizierte einen Typ-1-Diabetes. Der Beginn der Insulintherapie verzögerte sich. Zwei Stunden später war der BZ auf 237,8 mg/dl gefallen; er normalisierte sich im Verlauf von weiteren zehn Stunden ohne Insulingabe. Auf Befragen hin gab die Patientin an, sie habe 24 Stunden vor dem Arztbesuch 30 mg Dexamphetamin geschluckt. Bei der Notaufnahme betrug der Blutspiegel 4 µg/l; 20 Stunden später war das Amphetamin nicht mehr nachweisbar. Der HbA1c-Wert wurde mit 4,8% angegeben. GAD65 und Inselzell-Autoantikörper fehlten. Einen GTT lehnte die Patientin ab.

Quelle: Henley, DE: ADHD: A diabetic hyperglycemic dilemma, Zeitschrift: DIABETES CARE, Ausgabe 27 (2005), Seiten: 3020-3021
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