| Praxis-Depesche 11/2011

Hypertonie-Therapie: je frühzeitiger, desto besser

Hinsichtlich der Blutdrucksenkung steht heute nicht mehr die Devise „je niedriger, desto besser“, sondern „je frühzeitiger, desto besser“ im Vordergrund. Die meisten Hypertonie-Patienten brauchen für eine wirksame Blutdruckkontrolle eine Kombination von mindestens zwei Antihypertensiva.

Sartane wie Telmisartan haben sich in der Behandlung von Hypertonie-Patienten bewährt. Die Blockade des AT1-Rezeptors durch Telmisartan wird als spezifisch und nicht-überwindbar gekennzeichnet. Außerdem weist das Sartan eine stärkere Bindungsaffinität zum AT1-Rezeptor als andere Sartane auf. Die Plasma-Eliminations-Halb­wertszeit ist mit über 20 Stunden länger als die aller anderen Sartane. Telmisartan wird nicht durch Cytochrom P450 metabolisiert. Es zeigt eine selektive PPARg-Modulation, die zu einer Verbesserung des Glukose- und Lipidstoffwechsels beitragen kann.

Die durch eine linksventrikuläre Hypertrophie – häufige Hypertonie-Folge – bedingten strukturellen und elektrophysiologischen Veränderungen des Myokards begünstigen Vorhofflimmern. In einer Subanalyse von TRANSCEND an 5343 Patienten hatte Telmisartan zu einer signifikanten Reduktion der LVH-Prävalenz geführt.

Seit 2010 gibt es eine Fixkombination aus Telmisartan (80 mg) und dem Kalziumant­agonisten Amlodipin (10 mg). In einer klinischen Studie erreichten mehr als 46% der Patienten mit schwerer Hypertonie (SBD ≥ 180 mmHg) unter der Kombination eine durchschnittliche Senkung des systolischen Blutdrucks gegenüber dem Ausgangswert von mindestens 50 mmHg. Unter der Amlodipin-Monotherapie waren es nur etwa 32%. Ein weiterer Vorteil der Kombination: Die durch Kalziumantagonisten verursachten Ödeme werden durch die gleichzeitige Gabe von Telmisartan reduziert. GS

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