Diabetische Ketoazidose

Praxis-Depesche 17/2002

Identifizierung akuter Infektionen ist schwierig

Bei Kindern mit diabetischer Ketoazidose lassen sich akute Infektionskrankheiten aufgrund ähnlicher Symptomatik schlecht identifizieren. US-Wissenschaftler untersuchten, ob es Faktoren gibt, die eine Identifizierung antibiotikapflichtiger Patienten erleichtern.

Über einen Zeitraum von sechs Jahren wurden Infektionsanfälligkeit und Infektionsrate bei 247 Kindern und Jugendlichen mit diabetischer Ketoazidose (DKA) analysiert. Die Mehrzahl der DKA-Kinder (69%) hatte keine akute Infektion, 12,9% eine bakterielle Infektion und 17,8% litten vermutlich an einem viralen Infekt. Bei der Hälfte aller Kinder wurde eine Leukozytose diagnostiziert. Leukozytenzahl, Differenzialblutbild, Leukozytose, Temperatur, Geschlecht und neue Diabetesattacken liefern keinen verlässlichen Hinweis auf das Vorliegen einer Infektion. Kinder unter drei Jahren waren stärker gefährdet, an einer bakteriellen Infektion zu erkranken, als Kinder über drei Jahre. Es bestand eine signifikante Korrelation zwischen der Leukozytenzahl und dem pH-Wert wie auch der Bikarbonat-Konzentration.

Quelle: Flood, RG: Rate and prediction of infection in children with diabetic ketoacidosis, Zeitschrift: AMERICAN JOURNAL OF EMERGENCY MEDICINE, Ausgabe 19 (2001), Seiten: 270-273
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