Dilatative Kardiomyopathie

Praxis-Depesche 4/2002

Immunsuppression doch erfolgversprechend?

Bisher zeigte sich in Studien kein Vorteil einer immunsuppressiven Therapie bei Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie. Einer neuen Untersuchung zufolge könnten aber zumindest Patienten mit starker HLA-Expression profitieren.

In die Studie wurden 84 Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie unklarer Ursache aufgenommen, die in der Herzbiopsie eine erhöhte HLA-Expression aufwiesen. Sie erhielten drei Monate lang randomisiert eine immunsuppressive Therapie (Prednison und Azathioprin) oder Plazebo. Anschließend wurden sie zwei Jahre nachbeobachtet. Die übrige Therapie lief unverändert weiter. Hinsichtlich des primären kombinierten Endpunkts (Tod, Herztransplantation, erneuter Krankenhausaufenthalt) unterschieden sich die beiden Gruppen kaum. Bezüglich der sekundären Endpunkte zeigten sich jedoch Unterschiede: Die linksventrikuläre Auswurffraktion nahm in der Verumgruppe drei Monate nach Therapieende signifikant zu, das linksventrikuläre Volumen, der linksventrikuläre diastolische Durchmesser und die NYHA-Klasse besserten sich kurz nach Therapiebeginn. Diese Besserungen waren auch noch nach zwei Jahren nachweisbar.

Quelle: Wojnicz, R: Randomized, placebo-controlled study for immunosuppressive treatment of inflammatory dilated cardiomyopathy. Two-Year follow up results, Zeitschrift: CIRCULATION, Ausgabe 104 (2001), Seiten: 39-45: , Zeitschrift: , Ausgabe ()
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