Laparoskopisch assistierte Kolektomie | Praxis-Depesche 15/2002

Keine überzeugenden Vorteile bei Kolonkarzinom

Während sich die minimal invasive "Knopflochchirurgie" bereits bei vielen nichtmalignen abdominellen Erkrankungen wie Appendizitis oder Leistenhernie durchgesetzt hat, fehlen für das Kolonkarzinom kontrollierte Vergleichsstudien.

In einer Multicenterstudie wurde neben der Sicherheit und Effektivität der neuen Technik (Ergebnisse liegen naturgemäß erst in Jahren vor) auch die postoperative Lebensqualität untersucht. 428 Patienten mit Kolonkarzinom wurden entweder einer konventionellen offenen oder einer laparoskopisch assistierten Kolektomie unterzogen, bei der das Kolon laparoskopisch mobilisiert, durch einen ca. 6 cm großen Schlitz herausgezogen und extern reseziert und anastomosiert wird. Zwei Tage, zwei Wochen und zwei Monate postoperativ wurden verschiedene validierte Testverfahren angewandt. Es ergaben sich zu keinem Zeitpunkt Unterschiede bezüglich postoperativer Schmerzen oder einzelner Aspekte der Lebensqualität. Lediglich in der zweiten postoperativen Woche wurde die Gesamt-Lebensqualität auf einer 100-Punkte-Skala um 2 Punkte besser von den minimal invasiv operierten Patienten beurteilt.

Quelle: Petrelli, NJ: Clinical trials are mandatory for improving surgical cancer care, Zeitschrift: JAMA : THE JOURNAL OF THE AMERICAN MEDICAL ASSOCIATION, Ausgabe 287 (2002), Seiten: 377-378: , Zeitschrift: , Ausgabe ()

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