Mukoviszidose

Praxis-Depesche 1/2005

Konsequente Symptombehandlung unverzichtbar

Noch vor 15 Jahren galt die Mukoviszidose (cystische Fibrose, CF) als eine Krankheit des Kindesalters. Inzwischen erreichen die Patienten dank effizienter symptomatischer Therapien aber im Durchschnitt ein Alter von 30 bis 40 Jahren bei akzeptabler Lebensqualität.

Da der Verlauf der CF durch das Auftreten bestimmter Erreger, z. B. Staph. aureus, Pseudomonas aeruginosa und Burkholderia cepacia charakterisiert ist, ist konsequente Antibiotikatherapie gegen die Keimbesiedlung der Lunge unverzichtbar, erläuterte Dr. Manfred Ballmann, Hannover. Eine vieldiskutierte Rolle spielen in diesem Zusammenhang auch Hygienemaßnahmen. Wichtig ist zudem eine optimale Behandlung der Sekretretention. Da bei CF die Fettverdauung gestört ist, die Patienten sich aber wegen erhöhten Energiebedarfs fettreich ernähren müssen, um einen für die Prognose wichtigen Ernährungszustand zu erzielen, ist eine Therapie mit Pankreasenzymen nötig. Ein in verschiedenen Dosisstärken verfügbares Enzympräparat gewährleistet durch die Möglichkeit der individuellen Abstimmung des Enzymbedarfs auf den Fettkonsum eine fast normale Ernährung mit ausreichender Fettverdauung. Unter dem Aspekt des Knochenschutzes empfahl Dr. Johannes Roth, Berlin, auch eine ausreichende Zufuhr von Eiweiß, Kalzium und Vitamin D. (Ay)

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