Diabetes mellitus Typ 1 | Praxis-Depesche 13/2003

Mehr Sicherheit durch kontinuierliche Glukosemessung

Die normnahe Blutzuckereinstellung bringt es bei Typ-1-Diabetikern häufig mit sich, dass sie eine Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung entwickeln. Sie bemerken leichte Hypoglykämien nicht mehr so deutlich und reagieren oft nicht darauf; in der Folge nehmen dann auch schwere, Fremdhilfe erfordernde Hypoglykämien zu.

Der wichtigste Faktor für eine Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung ist die Hypoglykämie selbst. Hat ein Diabetiker auch nur eine milde Hypoglykämie mit einem BZ unter 60 mg/dl durchlaufen, beginnt schon die hormonelle Reaktion darauf schwächer zu werden; die Patienten nehmen die Symptome der Unterzuckerung schlechter wahr, und dies wird mit jeder Hypoglykämie schlimmer. Da diese Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung bei Vermeidung leichter Unterzuckerungen über mehrere Wochen reversibel ist, muss das Therapieziel neben einer normnahen BZ-Einstellung darin bestehen, auch milde Hypoglykämien zu vermeiden. Ein neues System zum kontinuierlichen subkutanen Glukose-Monitoring hilft, sie zu erkennen. Das minimal invasive, tragbare Messgerät mit Mikropumpe, Biosensor und subkutanem Mikrodialyse-Katheter zeichnet ein 48-Stunden-Werteprofil auf, das auch Online abgerufen werden kann. (Ay)

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